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Markkleeberg Ideen gesucht für Querung des Kanals – drei Unis an Wettbewerb beteiligt
Region Markkleeberg Ideen gesucht für Querung des Kanals – drei Unis an Wettbewerb beteiligt
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08:02 28.11.2018
Querungsmöglichkeit gefragt: Mit einem Vor-Ort-Termin am Gewässerverbindungskanal zwischen Störmthaler und Markkleeberger See wurde der Startschuss für den studentischen Wettbewerb gegeben. Quelle: Reinhard Rädler
Grosspösna

Bei Temperaturen nah am Gefrierpunkt und leichtem Schneetreiben mag man zur Zeit im Leipziger Neuseenland weniger an touristische Möglichkeiten oder Gegebenheiten denken. Doch genau darum ging es dieser Tage bei einem Vor-Ort-Termin am Gewässerverbindungskanal zwischen Störmthaler und Markkleeberger See. In diesem Bereich soll – wie im Abschlussbetriebsplan der Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbau-Verwaltungsgesellschaft mbH (LMBV) im Rahmen der Grundsanierung für den Tagebau Espenhain vorgesehen – – der Rundweg um den etwa 7,5 Hektar großen Störmthaler See geschlossen werden.

Im Rahmen der Vorplanung waren dem Gemeinderat Großpößna im ersten Halbjahr verschiedene Brückenvarianten und Standorte vor- und gegenübergestellt worden. Dabei kamen die Abgeordneten zu dem Schluss, dass einem Querungsbauwerk mit einem touristischen Mehrwert der Vorzug gegeben werden sollte. Die Gemeinde Großpösna hat der LMBV daher vorgeschlagen, dazu einen studentischen Ideenwettbewerb zu initiieren, an dem sich Studenten von Universitäten mit Fakultäten Architektur/Kunst beteiligen können. Die Ideenfindung soll im Rahmen der Leader-Förderung – der Möglichkeit einer Beteiligung an Prozessen der Regionalentwicklung im ländlichen Raum – stattfinden.

Erstmal sind Ideen gefragt

Auf Anfrage haben die Bauhaus­ Universität Weimar, die HTWK Leipzig und die BTU Cottbus Interesse an einer Teilnahme bekundet. Der Personenkreis, der diesen Wettbewerb begleiten wird, darunter Vertreter dieser Bildungsstätten, der LMBV, Mitarbeiter des Bauamtes der Gemeinde Großpösna sowie der Wettbewerbsbetreuer, trafen sich nun zu einer ersten Besprechung im vorgesehenen Areal am Gewässerverbindungskanal. „Wir haben den Begriff Querungsbauwerk bewusst gewählt, denn wir wollen nicht vorschreiben, wie die technische Umsetzung aussehen soll. In einer ersten Stufe sollen erst einmal Ideen auf den Tisch“, erklärte Matthias Rensen vom Bauamt Großpösna. Das könne sehr wohl eine Brücke sein, aber auch andere technische Lösungen wären rein theoretisch möglich. Ziel sei es, mit dem Bauwerk eine touristische Attraktion im Leipziger Neuseenland zu schaffen. „Über die technische und wirtschaftliche Machbarkeit wird dann in weiteren Stufen des Projektes entschieden“, so Rensen. „Die einzige Einschränkung ist, dass 40 Meter von der Autobahn gar nichts und bis 100 Meter nur nach aufwendigen Genehmigungsverfahren gebaut werden darf“, ergänzte sein Bauamts-Kollege Patrick Wiederanders.

Dreistufiger Wettbewerb

Die Durchführung des Wettbewerbes soll in drei Stufen erfolgen. Die erste Stufe „Ideenfindung“ soll Ende Februar 2019 beendet sein. Nach einer Vorauswahl durch eine Jury nach grundsätzlicher Machbarkeit soll dann in weiteren Schritten eine Eingrenzung durch immer enger werdende Kriterien auf bis zu drei Konzepte erfolgen, die dem Maßnahmeträger LMBV voraussichtlich im Oktober 2019 zur Umsetzung vorgeschlagen werden.

Von Reinhard Rädler

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