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Markkleeberg Illegal gepflanzte Weinreben am Störmthaler See sind gerodet - Hobby-Anbau soll folgen
Region Markkleeberg Illegal gepflanzte Weinreben am Störmthaler See sind gerodet - Hobby-Anbau soll folgen
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15:35 09.04.2011
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Die Anwohner nutzten das Angebot Weinstöcke zu kaufen, um sie vor der Vernichtung zu bewahren. „Die Resonanz war absolut überwältigend, das war ein richtiger kleiner Ansturm“, sagte der Hauptamtsleiter der Gemeinde Großpösna, Daniel Strobel, der Nachrichtenagentur dpa. Viele seien mit der Schaufel über der Schulter gekommen, um selbst die Stöcke auszugraben. „Es fast alles verkauft worden“, sagte Strobel. Eine Parzelle mit Weinstöcken dürfe stehenbleiben.

Mit der Aktion ist nun, wie vom Dresdener Umweltministerium gefordert, das Recht wiederhergestellt worden: Die Aufrebung der etwa 26 Hektar großen Fläche an dem Tagebausee war illegal, weil keine Pflanzrechte vorlagen. Das zuständige Regierungspräsidium Dresden hatte die Vergabe von Rebrechten schon Anfang 2007 abgelehnt. Die europäische Weinmarktordnung und das deutsche Weinbaurecht reglementieren den Anbau von Kelterweinen strikt.

Die Gemeinde hatte 2008 die Weinstöcke am Hang des gefluteten Tagebaurestlochs gepflanzt, um Besuchern eine Attraktion bieten zu können. Dafür musste sie 8500 Euro Strafe zahlen. Das Verwaltungsgericht Leipzig bestätigte, dass der Weinbau illegal und die Bußgeldforderungen gerechtfertigt waren.

Allerdings scheint es mit dem Weinbau am See doch noch nicht vorbei zu sein. Der eigens gegründete Verein Störmthaler Wein e.V. will unter veränderten Bedingungen einen neuen legalen Hobby-Anbau betreiben. Immerhin darf in Deutschland Jedermann für den eigenen Bedarf eine Weinfläche von 100 Quadratmetern bewirtschaften, wie Strobel erläuterte.

dpa

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