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Markkleeberg Im Modellbaupark geht es wieder rund – aber ganz gemütlich
Region Markkleeberg Im Modellbaupark geht es wieder rund – aber ganz gemütlich
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07:00 03.04.2017
„Bitte Platz nehmen“: Zum Andampfen im Modellbaupark kamen etliche Familien mit Kindern, dampften mit der Mini-Eisenbahn durch die Anlage. Quelle: Andre Kempner
Markkleeberg

Schneller, höher, weiter? Das gibt es woanders. Im Modellbaupark in Auenhain hoch über dem Markkleeberger See findet Entschleunigung statt – mit Dampf und Detail geht es auf Spurweite sieben rund. Ganz gemütlich.

„Tschuuh, tschuuhh!“, tönt es von der Gartendampfbahn der Serie 81011, dann geht es am Mini-Bahnhof los. Familien mit Kindern sitzen rittlings auf den Anhängern, lassen sich langsam durch die Parkanlage rollen. Modellhäuser ziehen vorbei, es geht durch Tunnel, „Wald“ und Flur. An einem Extra-Bahngelände mit noch kleinerer Gartenbahn ruhen sich Familien auf Bänken aus, derweil der Jüngste auf den Draisine in die Pedale tritt, eine Extra-Schleife dreht. Oder am Spielplatz buddelt. Manchmal kämen Leute, setzten ihren Jungen vorm Park „nur für eine Rundfahrt“ ab und warteten, dass er wieder rauskäme, erzählt Modellbauparkvereins-Chef Manuel Strempel schmunzelnd. Die müssten oft sehr lange warten – „es gibt inzwischen so viel zu sehen und zu erleben bei uns“, sagt er. Manche Gäste blieben auch den ganzen Tag, ruhten sich aus, derweil ihre Sprößlinge nach Herzenslust spielten.

Manche kommen auch aus Lust am Hobby. Walter Seifert war mit seiner E-Lok eigens zum Andampfen am Wochenende aus Hof angereist. „Ich will natürlich auch noch ein paar Runden drehen hier“, erzählt der 59-Jährige. Es gebe in Mitteldeutschen Raum ja sonst kaum noch Gelegenheit dazu. Das bedauert auch Helmut Ross, der seit vielen Jahren aus Bayreuth mit der Dampflok auf einem kleinen Transporter vorbeikommt. Für ihn sei die Bahn in Auenhain inzwischen die nächstgelegene, erklärt der 75-Jährige.

Ross sei „Schuld“ an seiner Liebe zur Modellbahn, erzählt Strempel (26). Seit 13 Jahren sei nun schon im Parkverein, wie so viele Jungs habe er natürlich früher auch Lokführer werden wollen. Ross habe abgeraten, Maschinenbau empfohlen. CNC-Zerspaner ist Strempel geworden, befindet sich in bester Gesellschaft: „Wir haben zwei Lokschlosser, einen Baumaschinenführer, einen Industriemechaniker, einen Schweißer“, so Strempel . Das Handwerk sei ganz stark vertreten unter den 25 Mitglieder des Vereins.

Muss es auch, sonst ginge nichts in dem 14 000 Quadratmeter großen Park mit 750 Meter Schienen, auf denen acht Loks rollen, von denen drei unter Dampf laufen. An den Schienen hätten sie im Winter gebaut, könnten demnächst auch Touren andersrum fahren, ohne wenden zu müssen, so Strempel. Eine Selbstfahrerstrecke für Gäste sei schon in Planung, ebenso eine Erweiterung des Netzes rund um die alten, großen Bahn-Waggons am Eingang, von denen einer als WC fertiggestellt sei. Tunnel und Brücken dafür seien bereits fertig.

Die nächste Aktion sei zu Ostern geplant. „Wir wollen bunte Ostereier im Park verstecken, für die es an der Kasse später Kleinigkeiten für Kinder einzutauschen gibt“, kündigt er an. Der Eintritt bleibe normal: Ab drei Jahren drei Euro, Erwachsene zahlen fünf. Enthalten sei jeweils eine Freirunde, die ansonsten einen Euro extra koste.

Von Jörg ter Vehn

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