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Markkleeberg Im Wege-Hof fliegen die Späne
Region Markkleeberg Im Wege-Hof fliegen die Späne
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07:00 31.07.2017
Eberhard Herrmann (im Jeanshemd) und Wolfgang KE Lehmann (rechts) leiten die Workshop-Teilnehmer an. Quelle: André Kempner
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Grosspösna

Wer will fleißige Holzbildhauer sehn, der muss in den Wege-Hof gehn’. Dort angekommen, konnte man sie nicht nur sehen, sie waren schon weithin zu hören: Der Wege-Hof hatte sich am Wochenende in eine Bildhauerwerkstatt verwandelt – unter freiem Himmel flogen die Späne, was das Zeug hält. Anlässlich der Offenen Höfe und der 700-Jahrfeier von Dreiskau-Muckern fand der 7. Gösel Workshop statt.

Angeleitet wurde das Bildhauer-Pleinair von Wolfgang KE Lehmann und Eberhard Herrmann. Die Künstler sind eine Art Vorreiter: Pioniere, die in den 90 -er Jahren nach Dreiskau-Muckern kamen und den Ort mit weiteren Bewohnern zum „Künstlerdorf“ entwickelten. Mittlerweile wohnen in Dreiskau-Muckern viele junge Leute, die sich für Kunst begeistern. Kein Wunder also, dass unter den Teilnehmern einige direkt aus dem Ort kamen. Andere leben in der näheren Umgebung. Aber auch beruflich war die Palette breit gestreut: Tierärzte, Büro- und Bankangestellte gehörten ebenso zu den acht Nachwuchs-Bildhauern wie Architekten und eine Lehrerin.

Betreut von den Profis Wolfgang KE Lehmann und Eberhard Herrmann wollten die Laien den Umgang mit Stemmeisen, Klöppel, Stechbeitel und Meißel lernen. „Ziel des Bildhauer-Workshops ist die Gestaltung einer Skulptur aus Holz. Sie sollte einen Bezug zur Lokalität haben“, gab Wolfgang KE Lehmann vor. Das müsse keine große Sache werden. „Die Teilnehmer sollten sich von der Natur inspirieren lassen. Manche wollen eine Skulptur aus Klatschmohn schaffen, andere einen weiblichen Torso.

Was auch immer entstehen wird – wichtig seien klare, natürliche Formen. Die meisten Teilnehmer arbeiteten das erste Mal mit Holz. Deshalb lauteten die Tipps der Profis: „Seid vorsichtig. Nehmt euch mit Respekt dem Holz an. Spürt, was das Material hergibt. Kontrolliert immer mal den Formgedanken und entwickelt ihn Schritt für Schritt. „Während die einen mit Linde, Birke oder Pappel arbeiteten, verwendeten andere Nadelholz. „Es muss stabiles Holz sein, das sich gleichzeitig gut bearbeiten lässt,“ sagte Herrmann. Nach einigen Stunden war die weibliche Skulptur von Johanna Maria Rogge schon gut zu erkennen.

Vom 1. August bis 30. September sind die Arbeiten in der Kunstscheune Wege-Hof ausgestellt.


Von Ingrid Hildebrandt

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