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Investor sucht alte Bilder für Sanierung

Schloss Großstädteln Investor sucht alte Bilder für Sanierung

Seit gut zwei Jahren saniert Martin Leiser das Gut Großstädteln. Vier Wohnungen im Torhaus sind inzwischen ausgebaut und bezogen, fünf Reihenhäuser in den einstigen Ställen und Remisen sollen bis Ende dieses Jahres ebenfalls an junge Familien mit Kindern übergeben werden. Weitere 14 Wohnungen will Leiser voraussichtlich ab 2020 im Schloss anbieten.

Investor Martin Leiser sucht Karten und Bilder für die originalgetreue Sanierung des Großstädtelner Schlosses.

Quelle: André Kempner

Markkleeberg. Seit gut zwei Jahren saniert Martin Leiser das Gut Großstädteln. Vier Wohnungen im Torhaus sind inzwischen ausgebaut und bezogen, fünf Reihenhäuser in den einstigen Ställen und Remisen sollen bis Ende dieses Jahres ebenfalls an junge Familien mit Kindern übergeben werden. Weitere 14 Wohnungen will Leiser voraussichtlich ab 2020 im Schloss anbieten.

Noch braucht es viel Fantasie. Der Herrensitz gleicht eher einer Ruine als einem herrschaftlichen Gebäude. „Die Stadt will im Oktober mit der Wiederherstellung des Walgrabens beginnen. Danach, wahrscheinlich im Frühjahr 2018, können wir mit der Sanierung der Fundamente loslegen. Dann sollte sich das Haus nicht mehr bewegen“, erklärt Leiser den nächsten Schritt. Sei das geschafft, will er die Außenhülle schließen, Fenster und Türen einbauen.

Leiser hat nur ein Problem: Das Schloss ist ein Kulturdenkmal und soll originalgetreu wieder hergestellt werden. Vorlagen wie Baupläne, Zeichnungen, Postkarten oder ähnliches fehlen dem Investor. Anders als die Stadt, die auf ihrer Homepage von einem äußerlich fast authentisch erhaltenen zweigeschossigen Schloss schreibt, sucht der „Schlossherr“ dringend historisches Material, weil viele Details, darunter Wappen und Inschriften, abgebrochen oder nicht lesbar sind.

Die vergangenen Jahrzehnte, in denen das Objekt unterschiedlich genutzt und entsprechend oft umgebaut worden ist, haben Spuren hinterlassen – innen und außen. Er habe zwar eine Vorstellung, wie das Schloss um 1674 – so die Jahreszahl am Portal –, ausgesehen haben könnte, mehr aber nicht. „Deshalb hoffe ich, dass jemand noch alte Bilder oder Fotos hat oder auch aus der Erinnerung die Räume beschreiben kann“, sagt Leiser.

Unterstützt wird er von Rainer Benedix, Kurator der evangelischen Gemeinde Großstädteln-Großdeuben, mit der Kirche sozusagen direkter Nachbar: „Wir freuen uns, dass Herr Leiser investiert und die Stadt fast 82 000 Euro für den Umbau des Altendorffplatzes vor dem Gut und die Gestaltung der Außenanlagen unserer Kirche zur Verfügung stellt.“ Interessierte laden beide am 10. September zum Tag des offenen Denkmals nach Großstädteln ein. Dann steht um 12 Uhr unter anderem eine Führung durch Gut und Schloss auf dem Programm.

Kontakt zu Martin Leiser bitte per E-Mail an Gut-grossstaedteln@gmx.de.

Von Ulrike Witt

Markkleeberg Gut Großstädteln 51.2605093 12.3774229
Markkleeberg Gut Großstädteln
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