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Markkleeberg Ja-Wort am Silvestertag
Region Markkleeberg Ja-Wort am Silvestertag
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16:28 01.01.2012
Ein großer Tag: Die erste gemeinsame Aufgabe als Ehepaar bewältigen Katy und Marcus Rudolph vor dem Zwenkauer Rathaus mit Bravour. Quelle: Ulrike Witt
Zwenkau

„Ich hätte nie gedacht, dass mich das so umhaut“, meinte Marcus Rudolph nach der Zeremonie im Ratssaal sichtlich mitgenommen. Der 28 Jahre alte Grünauer und seine zwei Jahre jüngere Braut Katy Greiner hatten sich schon im Februar angemeldet. „Wir haben uns überall umgehört: in Leipzig, in Markkleeberg, in Markranstädt und in Machern. Aber nirgends wollte man uns am Silvestertag trauen. Da arbeitet keiner, wurde uns gesagt“, berichtete die junge Frau.

Indes: Am Termin gab es nichts zu rütteln. „Wir wollten nach amerikanischem Vorbild genau ein Jahr nach der Verlobung heiraten“, so Greiner. Sie hatte ihrem Marcus in der Silvesternacht 2010 die entscheidende Frage im Beisein von Familie und Freunden gestellt. „Ihn wieder loszulassen, kam für mich nicht in Frage“, erklärte die Restaurantfachfrau. Dabei hatte sie dem Messtechniker ein gutes Jahr zuvor im Ostsee-Urlaub noch einen Korb auf seinen Antrag gegeben.

Als Glücksfall erwies sich für die beiden Leipziger, die sich vor neun Jahren in einer Disko in Dölzig kennen gelernt haben, schließlich der Anruf bei der Stadtverwaltung Zwenkau. „Frau Kutzner war sofort bereit, uns Silvester zu trauen. Das ging alles ganz unkompliziert. Die Zwenkauer sind unwahrscheinlich entgegenkommend, auch bei Sonderwünschen“, schwärmte Greiner. Einziger Wermutstropfen: Aufgrund der kalten Jahreszeit standen die MS „Santa Barbara“ und die MS „Neuseenland“ als Trauorte nicht zur Wahl.„Schade, aber der Ratssaal ist ja auch sehr schön“, betonte Greiner.

Während sie am Samstag vor 25 Gästen recht taff blieb, kämpfte Bräutigam Marcus erfolglos mit den Tränen. „Wenn ich weine, ist die Schminke dahin. Das wäre doch wirklich schade“, begründete die strahlende Braut im cremefarbenen Kleid mit Pelzjäckchen ihre Fassung. Bei einem Glas Sekt nach dem Wunsch für 2012 befragt, musste der frisch gebackene Ehemann nicht lange überlegen: „ein Kind“. Standesbeamtin Kutzner hatte gleich mehrere. „Ich wünsche mir Gesundheit, Glück und viele zufriedene Brautpaare.“

Dass ihr das mit steigender Tendenz bislang gelungen ist, zeigt die Statistik. Wurden 2001 gerade mal 32 Ehen in Zwenkau geschlossen, waren es 2010 bereits 140 sowie zwei eingetragene Lebenspartnerschaften. Im vergangenen Jahr sagten schon 162 Paare Ja zueinander. Favorit unter den acht möglichen Zwenkauer Trauorten war der Pavillon im Rathausinnenhof: Immerhin 64 Mal küssten sich dort Paare nach dem Ja-Wort. 33 schipperten auf dem Zwenkauer und dem Cospudener See in den Hafen der Ehe.

Wer im neuen Jahr den großen Schritt ins Glück wagen möchte, der sollte sich beeilen. „Samstags haben wir fast nur noch um 10 Uhr freie Termine oder auf den beiden Schiffen. Besser sieht es an den Freitagen aus. Man kann sich aber auch noch für die besonderen Tage wie den 5.5.12 oder den 12.5.12 bewerben“, verriet Kutzner beim Abschließen des Rathauses.

Ulrike Witt

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