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Markkleeberg Jagd & Angeln erwartet wieder mehr als 30000 Gäste am Wochenende
Region Markkleeberg Jagd & Angeln erwartet wieder mehr als 30000 Gäste am Wochenende
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15:01 05.10.2015
Ein Gingko, feierlich gepflanzt von prominenten Messevertretern, ergänzt seit Montag den Braunkohlewald im Agra-Park. Quelle: A. Kempner
Markkleeberg/Leipzig

228 Aussteller rund um die Themen Wild, Wald, Fisch und Fang, drei Tage Programm und Vorführungen vom Preisschießen übers Wettspinnen bis zu den Fuhrmannsstagen: Die diesjährige Messe Jagd & Angeln setzt auf Bewährtes und Neues zugleich. Einen Gewinner gab es schon Montagmittag. Der Braunkohlewald im Agra-Park wächst und gedeiht, uralte Baumarten wurden nachgepflanzt – Dank einer Spende der Agra Veranstaltungsgesellschaft, die die Messe jetzt schon zum 25. Mal ausrichtet.

„Wir haben Silberhochzeit“, meinte Messe-Geschäftsführer Lutz-Rainer Matzat denn auch gut gelaunt. Und die Messe habe in diesem Jahr mit einem noch größeren Waffen-Gemeinschaftsstand mit 13 Ausstellern auch qualitativ noch mal zugelegt. Insgesamt wüssten die Aussteller das gute Publikum, die Zusammenarbeit mit den Fachverbänden, das Rahmenprogramm und den grünen Standort zu schätzen, resümierte er.

Am Grün arbeitet Matzat mit. Im Vorjahr war der in den 1980er Jahren angelegte Braunkohlewald im benachbarten Agra-Park ausgelichtet und durchforstet worden, am Montag wurde schon der Abschluss des zweiten Bauabschnittes gefeiert. Zwei neue Aufsteller mit Erklärungen zur Kohleentstehung im Tertiär und zu besonderen Baumarten wie der echten Sumpfzypresse und dem Urweltmammutbaum wurden aufgestellt, ein Weg angelegt, zwei Dutzend aus dem Park verschwundene Bäume wie Blaseneschen und Amerikanische Amberbäume nachgepflanzt. Am Montag kam noch ein Gingko hinzu. Die Art gab es schon vor einhundert Millionen Jahren. „Ein Überlebender aus der Zeit“, meinte Gerhard Tümmler von der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW), die mit der Messegesellschaft das Arboretum wieder aufbaut.

Auf der Messe findet sich die SDW beim Sachsenforst wieder. „Wir sind so etwas wie das grüne Schaufenster der Messe“, schmunzelte Andreas Padberg vom Forstbezirk Leipzig bei der Vorstellung. Auch hier gebe es Bewährtes wie den acht Meter hohen Kletterbaum, den Baumbiegesimulator und die Pilzberater. Neu sei in diesem Jahr ein Diorama zum 1. sächsischen Schwarzwildgatter, das unlängst eröffnet wurde, so Padberg. Dort werden Jagdhunde auf den schwierigen Einsatz gegen Wildschweine vorbereitet, „eine Art Trainingscamp“, zitierte Padberg Presseberichte. Zudem widme sich der Stand in diesem Jahr den Folgen des Klimawandels und erkläre einige Waldschädlinge und das Eschentriebsterben, das gerade im Raum Leipzig dramatische Folgen hat.

Zweiter Schwerpunkt der Messe ist das Angeln. Matthias Kopp vom Anglerverband kündigte Mitmachaktionen am Stand wie ein Fischquiz, Angeln in einem echten Teich und einen Wissenspfad an. Schmeckerchen dürften Vitrinen mit königlichem Angelgerät aus der Zeit um 1885-1900 sein. Wer genau schaut, entdecket dort auch ein Walbarthaar als Spitze.

Die Eintrittspreise seien die gleichen wie im Vorjahr, so Matzat. Tagesgäste zahlen acht Euro, ermäßigt sechs, Familien (zwei Erwachsene und alle Kinder) 18 Euro. Kinder bis zwölf Jahren sind in Begleitung Erwachsener frei. Geöffnet ist Freitag, Samstag und Sonntag von 9 bis 18 Uhr. Er rechne mit 30 000 bis 33 000 Zuschauern wie in den Vorjahren, so Matzat.

Von Jörg ter Vehn

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