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Markkleeberg Jelena Radosavljevic zeigt die „Sehnsucht nach Unvergänglichkeit“
Region Markkleeberg Jelena Radosavljevic zeigt die „Sehnsucht nach Unvergänglichkeit“
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07:00 01.03.2018
Jelena Radosavljevic stellt in der Lehmhaus Galerie in Zwenkau aus. Quelle: André Kempner
ZWENKAU

Der „Sehnsucht nach Unvergänglichkeit“ können Freunde der Malerei derzeit in der Lehmhaus Galerie nachspüren. Dort eröffnete Catherine Scholz die gleichnamige Ausstellung mit Werken von Jelena Radosavljevic.

Die Künstlerin wurde in Belgrad geboren und kam über Berlin nach Leipzig. Hier wohnt und arbeitet sie seit zehn Jahren. Die Malerei faszinierte sie von Kindheit an. Sie ließ sich zu einem Bühnenbildstudium an der Kunsthochschule Weißensee verleiten, brach das jedoch nach drei Jahren ab, um sich ihrem ursprünglichen künstlerischen Weg zuzuwenden und in die Welt der Malerei einzutauchen.

„Ich male, was mir gefällt und was mich inspiriert“, sagt sie. Zur Zeit sei ihre Kunst figurativ, doch das müsse nicht so bleiben. Ihre Bilder erzählen Geschichten, die überwiegend ihrer Phantasie entspringen. Kleine Formate entwickeln sich ganz spontan und zügig. Größere fangen mit dem Fortschreiten bis zur Fertigstellung an, facettenreich zu leben. „Es entstehen immer wieder Details, die nicht geplant waren, die sich aus der Situation heraus ergeben“,verrät sie. Sie transportierten ebenso wie ihre Farbwahl ihre Stimmung. Das sei das Aufregende an ihrer Arbeit.

Die führt sie in fremde Welten, mal eng verknüpft mit der eigenen, mal weit entfernt. Sie greift gerne Szenen aus der faszinierenden Weite unter der Zirkuskuppel auf, erweckt einen Clown oder einen Harlekin zum Leben und lässt eine Artistin leicht am Trapez durch das Bild schweben.

Ihre Bilder fordern auf, ganz genau hinzusehen und sich mit ihnen zu beschäftigen, findet die Galeristin, die selbst in den Werken mit gedeckten Nuancen keine Trauer, sondern Sehnsucht spürt.

Jelena Radosavljevic treibt nicht nur die „Sehnsucht nach Unvergänglichkeit“, zum Pinsel zu greifen. Sie suche und strebe nach Vollkommenheit, obwohl sie diese nie erreichen werde, sagt sie. Sie wisse, dass die Suche mit einem Mosaik, das nie vollendet wird, vergleichbar sei.

Eines ihrer Lieblingsbilder ist ein Selbstporträt, das sie mit einer uralten Lieblingsmütze und einem Raben zeigt, einen Vogel, den sie sehr mag. Von der Mütze wird sie sich wohl ebenso wenig trennen wie von ihrer Atelier-Schürze. Die ist von den vielen Farbklecksen schon recht steif und zu einem eigenen Kunstwerk geworden.

Von ihren Bildern hingegen würde sie sich gerne trennen, die Käufer am liebsten kennenlernen. „Ich würde gerne sehen, in welche Hände meine Bilder kommen“, lächelt sie.

Die Ausstellung ist bis zum 24. März jeweils Donnerstag bis Samstag von 14 bis 18 Uhr zu sehen.

Von Gislinde Redepenning

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