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Markkleeberg "Jetzt geht es endlich voran"
Region Markkleeberg "Jetzt geht es endlich voran"
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19:25 06.06.2010
Skater Florian demonstriert den versammelten Zuschauern, was auf der nun übergebenen Anlage alles möglich ist. Quelle: André Kempner
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Markkleeberg

Die Stimmung war denn auch sommerlich ausgelassen. Sportdress und Basecap statt Anzug und Krawatte bestimmten das Bild. Unter den Gästen waren Bauamtsleiterin Kerstin Findeisen, Ortschaftsratsvorsitzender Günter Schwarze (SPD), die Stadträte Andreas Hesse, Annett Zange (beide CDU), Karsten Schütze (SPD) sowie der Vorsitzende der TSG Markkleeberg von 1903 Rainer Leipnitz und Ulrike Mechsner vom jungen SV Gaschwitz 09.

„Wir freuen uns, dass heute das erste sichtbare Ergebnis der millionenschweren Förderprojekte Soziale Stadt und Efre übergeben werden kann“, betonte Bürgermeister Philipp Staude beim ersten Termin auf dem Sportplatz an der Hauptstraße. Wie berichtet, fließen in den nächsten Jahren insgesamt 12,5 Millionen Euro in den Markkleeberger Ortsteil, allein 1,36 Millionen in die Anlage unterhalb der A 38.

Markkleeberg. Blauer Himmel, Sonne satt – besseres Wetter hätte es für die Eröffnung der Beachvolleyball-Plätze und die Freigabe der Skateranlage am Samstag in Gaschwitz gar nicht geben können. Die Stimmung war denn auch sommerlich ausgelassen. Sportdress und Basecap statt Anzug und Krawatte bestimmten das Bild.

Rund 130 000 Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung Efre wurden bereits im Herbst 2009 in die Umgestaltung des Außengeländes gesteckt. Und so können sich die Gaschwitzer pünktlich zur Freiluftsaison 2010 über drei Beachvolleyball-Plätze in Ostseestrandqualität, ein Schachbrett, den Fitnessbereich, Bänke und einen Spielplatz freuen. Aber das war nur der Anfang. Seit Mitte März wächst in direkter Nachbarschaft der alten, die neue Vereinssporthalle. Ein Abstecher zum Rohbau gehörte daher zum Pflichtprogramm der Besucher.

„Jetzt geht es endlich voran“, meinte Ortsvorsteher Schwarze. Stadtrat und Ortschaftsratsmitglied Manfred Reuter (Linke) strahlte auch, konnte sich aber einen Seitenhieb Richtung Sozialamtsleiter Wolfgang Heinze nicht verkneifen: „Wenn ich daran denke, dass noch vor zwei Jahren über einen ersatzlosen Abriss laut nachgedacht wurde ... .“

Staude bedankte sich bei Planer Ralph Kaiser und bei der Zwenkauer Landschaftsbaufirma Reculta, die das Projekt gemeinsam umgesetzt haben. Vorm ersten Aufschlag am Netz hatte der Bürgermeister allerdings doch noch zwei Kritikpunkte: „Mir fehlt ein zischendes Bier und irgendwie bin ich enttäuscht, dass nur eine Frau mitspielt.“ Von den Männern erntete er ein Schmunzeln und so mancher dachte wohl an die knackigen Popos der Profi-Beachvolleyballerinnen. Eine halbe Stunde später zog die Karavane in die Cröbernsche Straße. Hinter dem Jugend- und Begegnungszentrum (JBZ), wo der Internationale Kindertag nachgefeiert wurde, warteten das ersehnte Pils, aber auch Florian, Beshann und Nils. Die Quarterpipe ist ihr Element. Seit Monaten nutzen sie regelmäßig die neue Skateranlage. Die war zwar Mitte September fertiggestellt und vom Tüv abgenommen worden, die Freigabe verschob die Stadt indes zum Unverständnis vieler Gaschwitzer mehrfach.

„Ein Dankeschön“, gab es dennoch von Schwarze. Aber auch den Verweis auf vier lange Jahre, in denen nicht wenige die Hoffnung aufgegeben hatten. Mehrere Lärmschutzgutachten, die Altlast Gaschwitzer Bad und schließlich das Sächsische Naturschutzgesetz brachten Bürger, Ortschafts- und Stadträte bisweilen auf die sprichwörtliche Palme und kosteten die Stadt letztlich ganze 65 000 Euro. „Wir sind froh, dass die Jugendlichen die Skateranlage in Besitz genommen haben. Sie ist eine große Bereicherung für das bislang karge Freizeitangebot“, so Schwarze. Staude, der sich ob seines 2011 anstehenden 60. Geburtstages nicht zu einer Runde auf dem Skateboard überreden ließ, mahnte die Jungs: „Fahrt immer vorsichtig, setzt einen Helm auf.“ Der elfjährige Nils nickte und setzte zum nächsten Sprung an. „Voll geil“, lautete sein Urteil.

Ulrike Witt

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