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Markkleeberg "Jetzt oder nie"
Region Markkleeberg "Jetzt oder nie"
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18:52 16.04.2010
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Markkleeberg

Bei den rund 140 Gästen fand die Nachricht großen Anklang.

Dass Klose seit Monaten vehement gegen den vom Freistaat geplanten Ersatzneubau der Agra-Brücke kämpft, ist kein Geheimnis. Die Idee, sich für die Austragung der siebten Landesgartenschau zu bewerben, war es schon. Nur der Hauptausschuss wurde am Dienstag, kurz nachdem sich das Kabinett in Dresden „trotz schwieriger finanzieller Situation“ für die Fortführung der Gartenschauen ausgesprochen hatte, in Kenntnis gesetzt. Selbstverständlich unter dem Siegel der Verschwiegenheit

„Jetzt oder nie“, meinte Klose zwei Tage später und zog öffentlich sein Ass aus dem Ärmel. Und er hat zwei gewichtige Gründe. „Wenn die B 2-Brücke abgerissen und acht Meter breiter wiederaufgebaut wird, geht so viel kaputt, dass es lohnt, sich über Alternativen Gedanken zu machen.“ Das allein wäre nichts Neues: Wiederholt forderte er, über eine Absenkung der Trasse ernsthaft nachzudenken. Laut Straßenbauamt würde die Variante aber etwa das Zehnfache kosten. Zu viel für den klammen Freistaat. Während der Rathauschef nicht müde wird, von einer „Kulturbarbarei an einem denkmalgeschützten Landschaftspark im englischen Stil“ zu sprechen, wich die Behörde bislang keinen Meter von ihren Plänen ab.

Mit einer Landesgartenschau könnte sich an dieser Entscheidung etwas ändern. Das hofft Klose und mit ihm viele Stadträte, Gewerbetreibende und sicher auch Anwohner. Zudem läuft 2013 das Stadtsanierungsprogramm auch in Markkleeberg aus. Eine Gartenschau käme da in doppelter Hinsicht gelegen. Allein der Freistaat winkt mit bis zu 3,5 Millionen Euro Fördermitteln, wie Umweltminister Frank Kupfer (CDU) versprach. Nicht von der Hand zu weisen wären auch die von bisherigen Austragungsorten bekannten wirtschaftlichen und touristischen Langzeiteffekte.

„Wäre es nicht klasse, wenn Markkleeberg als Stadt des Gartenbaus zentrale Bereiche wie die Seen über den Agra-Park erschließen könnte? Das Potenzial haben wir doch“, warb Klose für seine Vision und erinnerte an den Ruf der einstigen „Universität im Grünen“.

Doch dafür braucht er starke Partner: den Stadtrat und bürgerschaftliches Engagement, wie Klose betonte. Allen voran aber die Stadt Leipzig, der immerhin ein Großteil des Geländes zwischen Raschwitzer und Bornaischer Straße gehört. „Mit Leipzig gemeinsam sollten wir alles tun, um den Menschen den alten Herfurth’schen Park als Kleinod zurückzugeben“, sagte Klose, wohl wissend, dass in den nächsten Monaten Fingerspitzengefühl gefragt ist. Denn Ende September ist Bewerbungsschluss

Um die Chancen zu erhöhen, bat Klose die vier Markkleeberger Landtagsmitglieder um Unterstützung. „Die Idee hat durchaus Charme, aber aus meiner Sicht kann es nur eine kooperative Bewerbung mit Leipzig geben“, sagte Oliver Fritzsche (CDU). Wie seine liberale Kollegin Anja Jonas warnte er davor, die Kosten aus den Augen zu verlieren. Als Kreisräte gaben sie außerdem zu bedenken, dass sich mit Borna und eventuell Wurzen zwei weitere Landkreis-Kommunen für 2015 in den Ring werfen.

Ulrike Witt

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