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Junge Leute machen Theater international

Junge Leute machen Theater international

Großpösna. Yael, Yuval, Shahar, Iyar, Niv, Shiraz: Die Vornamen der zwölf israelischen Jugendlichen aus Rishon nahe Tel Aviv sind hierzulande ungewöhnlich. Aber eben nur hier.

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Locker machen: Sabine Stein (Mitte) mit den jungen Leuten aus drei Ländern, die Freitag auf dem Thomaskirchhof Theater zur Flüchtlingsfrage aufführen.

Quelle: André Kempner

In ihrer Heimat sind es ganz normale.

Was es heißt, woanders fremd zu sein, steht auch im Mittelpunkt ihres Aufenthalts in dieser Woche in Leipzig und im Landschulheim Dreiskau-Muckern. Mit jungen Erwachsenen aus Leipzig und aus Italien reflektieren sie gemeinsam die Flüchtlingsfrage, erarbeiten ein Theaterstück, das sie am Freitagnachmittag auf dem Thomaskirchhof aufführen. "Refugees Welcome!? An Artistic Reflection of Youths from Israel, Italy and Germany", nennt sich der internationale Theaterworkshop, der von der Kinder- und Jugend-Kultur-Werkstatt Jojo durchgeführt wird.

In Israel gebe es auch viele Flüchtlinge, erzählen die zwölf Jugendlichen aus Rishon. Viele Menschen hätten etwas dagegen. Viele andere seien aber auch dafür, Flüchtlinge aufzunehmen, geben sie die gespannte Situation auch in ihrem Land wider.

Jojo-Leiterin Ute Eidson ist froh, auch junge Erwachsene aus Italien mit im Workshop zu haben, mit ihnen das Thema Flüchtlinge aufarbeiten zu können. Bekanntlich vergeht kein Tag, an dem nicht über das Mittelmeer neue Fremde ins Land strömen - oft zu Hunderten in viel zu kleine Boote gepfercht.

Am Montag hätten sie quasi als Auftakt ausführlich mit dem Flüchtlingsrat in Leipzig gesprochen. Dabei seien auch verschiedenste Hilfsprojekte in den Ländern angesprochen worden, erzählt Eidson. Sie ist gespannt darauf, von den jungen Leuten mehr darüber zu erfahren, wie sie die Frage sehen - und das Thema für eine Theater-Straßenperformance aufarbeiten.

Theaterpädagogen wie Sabine Stein helfen den jungen Leuten dabei - auch, sich in der Gruppe näher zu kommen, kennen zu lernen, Ängste und Scheu abzulegen. Dienstag begannen die Proben, bis Freitag ist dabei noch viel zu erledigen. Stein: "Ich will mit meiner Gruppe auch eine Art Manifest erarbeiten, wie wir uns den Umgang mit der Flüchtlingsfrage wünschen", sagt sie. Zwei italienische Theaterpädagogen sind ebenfalls dabei, haben angekündigt, eine Art Film drehen zu wollen. Eidson rätselt derweil, wie die Aufführung technisch fürs Publikum gelöst werden kann.

Auch alterstypische Fragen beschäftigen die jungen Leute. Einige hätten gemurrt, dass wenig los sei in Dreiskau-Muckern, schmunzelt Eidson. Das sei aber Konzept. Sie empfinde die Ruhe als Chance, sich aufeinander zu besinnen. Was los ist trotzdem: Gestern Abend ging es zum Störmthaler See. Und heute ist ein interkultureller Abend geplant. Einer der Italiener soll gut Gitarre spielen können - junger Multi-Kulti-Spaß am Lagerfeuer.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 06.08.2015
Jörg ter Vehn

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