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Markkleeberg Junge Poeten bekommen viel Applaus
Region Markkleeberg Junge Poeten bekommen viel Applaus
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06:01 16.03.2019
Zum vierten Mal führt das Gymnasium Zwenkau die unterhaltsame Veranstaltung durch. Die Publikumsjury bewertet die Slam-Poeten Quelle: Armin Kühne
Zwenkau

„Erst heute Morgen habe ich von meinem Sohn einen Baustein ins Gesicht bekommen! Aber ich dachte mir nicht „Scheiße!“ sondern: Boar! Wie stark der schon ist!“ – Slam-Poet Bleu Broode alias Nils Straatmann startete den vierten Poetry Slam des Regenbogen-Gymnasiums Zwenkau mit einem persönlichem Slam-Text über seinen Sohn.

Der moderne Dichterwettstreit fand erstmals nicht in der Schulaula, sondern im Kulturkino Zwenkau statt. Außerdem neu: Auch die Jüngeren, also Schüler ab der Klasse sechs, durften auf die große Bühne. Die 14 motivierten Teilnehmer traten mit ihren eigens verfassten Poetry Slam-Texten gegeneinander an. Die Altersunterschiede waren genauso groß, wie die Themenbreite der einzelnen Texte. Taliza wirft mit Freundinnen Eier an die Häuser von Ex-Freunden, damit diese wenigstens mal welche haben. Fritz glaubt trotz der Unproduktivität seiner Hühner Moni, Chrissi, Erika und Manuel an sein unnützes Federvieh und die Kellerkinder Anna und Lea spielen mal wieder die Allergikerkarte aus, um ja nicht rausgehen zu müssen.

Diese fantasievollen Texte entstanden während zwei Workshops, die Nils Straatmann im Voraus geleitet hatte. Mit kreativen Spielen und Übungen zum Schreiben, wie mit einem Brief an das Leben oder einer Hymne an die eigene Stadt, fanden alle schnell ein Thema, mit dem sie sich auseinandersetzen wollten. Durch die intensive Vorbereitung nahm Nils den mutigen Poeten ihre Angst vor der großen Bühne, sodass alle ihre Texte unter großen Beifall vortragen konnten.

Die Reihenfolge, in der die Poeten auftraten, wurde vom Los bestimmt, die Jury bestand aus unabhängigen Publikumsmitgliedern. Jeder Poet, der die Bühne betrat, wurde von einem Jingle der Lehrer-Band und einem kräftigem Applaus begleitet, der sich während der Jury-Wertung zu einem Tosen entwickelte. Nach einem spannenden Battle landeten schließlich Fritz Hänel (Klasse 6) und Chantal Flohrer (Klasse 11) punktgleich auf dem ersten Platz.

Organisatorin Christiane Liebau und Sascha Graf-Martjuschew beeindruckten als Lehrerduo mit ihrem Text über den Schulalltag. Mit einer musikalischen Folk-Einlage der Familie Dierich ging ein begeisternder Abend zu Ende. Auf dem Heimweg lies so mancher die Anekdoten schmunzelnd Revue passieren.

Von Paula Seiler und Jonas Frauendorf

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