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Kanupark startet in die fünfte Saison

Kanupark startet in die fünfte Saison

Wenn am 7. Mai die ersten Schlauchboote im Kanupark Markkleeberg aufs Wasser gelassen werden, dann startet die fünfte Freizeit-Saison. Gestern warfen Vertreter der Stadt Markkleeberg, des Sports und Kanupark-Manager Christoph Kirsten schon mal einen Blick auf die kommende Saison und zogen dabei auch eine durchaus positive Bilanz.

Markkleeberg. „Wir hoffen, dass sich die Lachfältchen, die die Sorgenfalten aus dem ersten Jahr vertrieben haben, sich 2011 noch mehr vertiefen werden“, sagte der Markkleeberger Bürgermeister Philipp Staude. Die drei größten Ziele seien jedenfalls schon erreicht. So stehe nun die modernste Wildwasserbahn in Markkleeberg, werde von den Nutzern sehr gut angenommen und gelte mittlerweile als touristischer Magnet in der Region, so Staude. Auch werden hier internationale Wettkämpfe ausgetragen.

„Der Großteil der Besucher kommt mittlerweile aus einem Umkreis von rund 150 Kilometern Entfernung. Aber es reisen auch viele von weiter her an, vor allem aus Berlin, dem Ruhrgebiet und Bayern“, berichtete Kirsten. So haben sich die Besucherzahlen in den letzten vier Jahren deutlich gesteigert. Waren es im Startjahr nur 9000 Nutzer, sausten 2010 schon 22 000 die Wildwasserbahn hinab.

Darin nicht eingeschlossen sind die Sportler, die hier trainieren. Sie nutzen den Kanupark bereits in den Monaten vor dessen offiziellem Saisonbeginn, um sich auf Wettkämpfe vorzubereiten.

Von diesen finden in diesem Jahr gleich mehrere in Markkleeberg statt. Bereits am letzten April-Wochenende wird die Qualifikation für die Weltmeisterschaften im Kanu-Slalom ausgetragen und entschieden, welche deutschen Sportler aus den Klassen Junioren, U 23 und Leistungsklasse zur WM nach Bratislava fahren dürfen. Vom 8. bis 10. Juli wird zum ICF Canoe Slalom Worldcup die Elite der Sportart erwartet. Teams aus 40 Nationen mit 300 aktiven Teilnehmern werden gegeneinander antreten. „Wir hoffen natürlich auf einen Heimvorteil“, sagte Michael Trummer, Bundestrainer im Kanuslalom. Anders als beim 100 Meter-Lauf seien beim Kanuslalom die Bahn und Erfahrungen auf ihr durchaus entscheidend. Deshalb werde auch schon früh auf der anspruchsvollen Strecke in Markkleeberg trainiert. Auch die internationale Konkurrenz habe das erkannt und sei daher vermehrt zu den heimischen Frühjahrswettbewerben angetreten.

Doch nicht nur Zuschauern und Sportlern bietet der Park einige Höhepunkte. Für die Nutzer wird in dieser Saison erstmals das sogenannte Tubing angeboten, bei dem zwei bis vier Personen in einem großen Reifen sitzen und versuchen, diesen mit einem Paddel durch den Kanal zu steuern. Raftingführer sind zwar nicht mit an Bord, sie stehen zur Sicherheit aber am Rand und versuchen von dort aus auch bei der Bewältigung der Tour zu helfen. Vorkenntnisse sind für das Tubing, das in diesem Jahr zunächst auf dem kleinen Kanal angeboten wird, nicht nötig. Die bisher bekannten Wildwasser-Vergnügungen wird es weiterhin geben: Zusätzlich zum Wildwasser-Rafting, bietet der Park an bestimmten Terminen auch Power- und Nachtrafting an. Außerdem gibt es die Möglichkeit zum Wildwasser-Kajak und Hydrospeed auf einem Thermoplastbob.

Zum fünften Mal wird am 14. August das Pappbootrennen stattfinden, bei dem die Teilnehmer ihr Boot zunächst selbst basteln müssen. Doch zuvor wird am 22. Mai erstmalig zum MDR-Rafting eingeladen, mit dem der Park die Saisoneröffnung feiern will. Dort werden neben anderen die Moderatoren René Kindermann, Mo Krüger und Jens Hänisch gegeneinander antreten. Ein Rahmenprogramm und Bootsverleih für den Markkleeberger See wird ebenfalls geboten.

Kerstin Leppich

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