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Markkleeberg Karat-Klassiker und Frauenbilder unter der alten Eiche
Region Markkleeberg Karat-Klassiker und Frauenbilder unter der alten Eiche
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13:48 19.05.2015

Ansonsten ist alles wie immer: fantastischer Blick auf den Cossi, stürmischer Wind, Männergespräche bei Kartoffelsalat und Bockwurst in Körtges Biergarten und neugierige Spaziergänger, die den Künstlern über die Schulter schauen.

"Am Cossi haben wir schon tolle Dinge erlebt", gerät der gebürtige Markkleeberger und Wahl-Pegauer Pleß beim Mittagskaffee, zu dem mit Künstlerkollege Rainer Strege ein guter Bekannter aus früheren Pleinairs vorbeischaut, ins Schwärmen. Und er meint nicht nur die jährlichen Wetterkapriolen. Am Montag sei er beispielsweise mit dem festen Vorsatz angereist, eine "Cospuse" aus dem Sandstein-Serpentin-Mix zu meißeln. Einen Tag später ist daraus eine "Octocossi" geworden: eine Krake mit Frauenkopf. "Was soll ich sagen? Das ist das Sinnbild der Frauen als alles um- und verschlingende Wesen", meint der 63-Jährige, lacht und fügt spitzbübisch hinzu: "Manchmal werden wir Männer ja auch ganz gern umschlungen."

Der Zweite im Künstlerbund ist Markus Petersen. Der 43-Jährige, der eigentlich aus Kiel stammt, seit 2004 aber "in und um Leipzig lebt", ist zum zweiten Mal am Cospudener See dabei. Vor zwei Jahren hat er die "Frau Antje"-Sitzgruppe aus Holz geschaffen, die am Biergarten steht. Der studierte Holzbildhauer und Theaterplastiker will einen Schwan aus finnischem Speckstein fertigen. Eine Herausforderung. "Das ist nicht der Speckstein, den man im Kunstbedarf kaufen kann. Der hier ist knochenhart wie Glas und damit unberechenbar", sagt Petersen. Sein Kollege hadere ein bisschen mit dem Stein, übrigens ein Geschenk der Zöblitzer Natursteinwerke, verrät Pleß. Feine Risse und der überall umherfliegende Staub erschwerten die Arbeit.

Pleß nimmt es mit Humor und singt strahlend den Karat-Klassiker "Wenn ein Schwan singt". Das Nordlicht Petersen kannte das Lied bislang nicht. Bis zum Pleinair-Ende am nächsten Mittwoch wird er es mit Sicherheit kennen. Und vielleicht bekommen die Besucher ja auch eine musikalische Kostprobe, wenn Pleß und Petersen am 20. August ab 15 Uhr ihre vollendeten Werke der Öffentlichkeit vorstellen. Die sollen wie immer ihren Platz rund um den Zöbigker Hafen finden.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 14.08.2014
Ulrike Witt

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