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Markkleeberg Katholische Kirchgemeinde Sankt Peter und Paul wächst gegen den Trend
Region Markkleeberg Katholische Kirchgemeinde Sankt Peter und Paul wächst gegen den Trend
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17:31 11.12.2009
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Markkleeberg

Ungewöhnlich ist die Form: Eine Ellipse, die nach dem Entwurf der Architektin Rita Schmaderer äußerlich eine sich abwickelnde Schriftrolle symbolisieren soll. Im Inneren erlaubt sie dank zwei Brennpunkten ein petrinisches Zentrum mit dem Altar und ein paulinisches mit dem Turm – ganz im Sinne der Doppelschutzherrschaft der Apostel Peter und Paul. Gebaut wurde das markante Gotteshaus, weil der Gemeinde – übrigens von ihren Anfängen im Jahr 1947 bis 1971 eine Außenstelle der Connewitzer Pfarrei Sankt Bonifatius – der im Dezember 1979 geweihte Saal in der Pfarrgasse nicht mehr ausreichte. Denn Anfang der 90er Jahre begann die Kirchgemeinde vor allem aufgrund zahlreicher Zuzüge aus Bayern und Nordrhein-Westfalen stetig zu wachsen. Gegen den Trend. „Wir platzen aus allen Nähten. Beim Gottesdienst sind in der Regel alle 150 Plätze besetzt, zum Glück viele von Kindern“, erzählt Gemeindereferent Ansgar Hoffmann. Ohne Probleme verlaufe das Ost-West-Zusammenwachsen indes nicht. Bisweilen stünden sich einzelne Gruppen näher. „Dennoch sehe ich uns als Modell, dass die deutsche Einheit gelingen könnte“, meint Hoffmann. Er selbst hat auch eine „Mischbiografie“. In Dresden geboren, ging der heute 32-Jährige mit den Eltern 1988 nach Augsburg, um 2006 – nun mit seiner Frau – zurück nach Sachsen zu kommen. „Es gibt ein Interesse am Miteinander, am Austausch. Das macht die Arbeit spannend“, findet er. Sein „Chef“ – Pfarrer André Lommatzsch, ebenfalls aus Dresden – wurde erst im Februar dieses Jahres ins Amt eingeführt. Lommatzsch steht der Pfarrei St. Peter und Paul vor, zu der auch die Christus-König-Gemeinde Böhlen/Rötha/Espenhain sowie die Heilig-Geist-Gemeinde Zwenkau im Verbund mit der St. Hedwigsgemeinde/Pegau/Groitzsch gehören. Zusammen rund 1900 Katholiken – und das im protestantischen Mitteldeutschland. Zum Ende der Weihnachtszeit, Anfang Januar, bekommen viele von ihnen Besuch: Sternsinger klopfen an die Türen und bringen den Segen. Wer Interesse hat, der kann sich unter Telefon 0341 3580788 im Pfarramt melden.

Ulrike Witt

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