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Katrin Kunert – von Romantik bis Voyeurismus

Weißes Haus Katrin Kunert – von Romantik bis Voyeurismus

Das Weiße Haus in Markkleeberg wartet wieder mit einer neuen Ausstellung auf. Die Malerin Katrin Kunert präsentiert in der ersten Etage mit Blick auf den Agra Park ihre Werke. Die Vernissage beginnt heute um 19 Uhr im Parksalon.

Die Leipziger Malerin Katrin Kunert stellt erstmals im Weißen Haus in Markkleeberg aus. Heute Abend ist Vernissage im Parksalon.

Quelle: André Kempner

Markkleeberg. Das Weiße Haus in Markkleeberg wartet wieder mit einer neuen Ausstellung auf. Die Malerin Katrin Kunert präsentiert in der ersten Etage mit Blick auf den Agra Park ihre Werke. Die Vernissage beginnt heute um 19 Uhr im Parksalon.

„Die Atmosphäre hier ist schon besonders, ganz anders als in einer Galerie“, meint Kunert. Die gebürtige Leipzigerin, Jahrgang 1962, hat in den Achtzigerjahren an der Hochschule für Grafik und Buchkunst studiert. Ihr Lehrer im Studiengang Freie Grafik war Professor Rolf Kuhrt. Erst später habe sie sich mehr und mehr der Malerei zugewandt, erzählt sie, „befördert von mehreren Stipendien, aber auch durch die eigene Lehrtätigkeit an der HGB“. Nach ihrer künstlerischen Assistenz hatte sie von 2006 bis 2012 eine Professur in der Fachrichtung Malerei/Grafik inne.

Nach Markkleeberg hat Kunert eine Auswahl von Bildern aus den letzten Jahren mitgebracht – groß- und kleinformatige Arbeiten. „Was ich male, kenne ich persönlich“, sagt sie über ihre Motive. So habe sie schon mehrfach das Tivoli vor Rom bereist. „Auf den Spuren der Romantiker“, betont sie. Vier Bilder zeugen davon. Und weitere Reisen nach und Bilder von Italien sind schon geplant.

Als Reminiszenz an „tolle Kollegen“ versteht sie auch die Fensterbilder, der Blick in Wohnstuben, auf den Küchentisch. „Ja, ich habe eine zeitlang gern gefenstert und ja, das hat was Voyeuristisches, was Intimes“, gesteht Kunert schmunzelnd. Gerade in der dunklen Jahreszeit, wenn man abends beim Spazierengehen in hell erleuchtete Räume schauen und die Leute beobachten könne, sei das doch interessant. Und nicht neu: Die Malerin verweist auf Vorbilder in der Kunstgeschichte wie Bauhaus-Künstler Oskar Schlemmer, der während seines Malverbotes in der Nazizeit explizit solche Fensterbilder geschaffen habe.

Die Ausstellung ist bis zum 7. Januar dienstags, mittwochs und donnerstags jeweils von 10 bis 17 Uhr geöffnet, der Eintritt frei.

Von Ulrike Witt

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