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„Keene Leute, keene Leute“ - Personalnotstand beim CCZ

Elferratssitzung in Zwenkau „Keene Leute, keene Leute“ - Personalnotstand beim CCZ

Die Aktiven werden weniger und die Gäste leider auch. Der CCZ steht in seiner 62. Session vor Problemen. Gefeiert wird trotzdem, ausgewertet später.

Einer der Höhepunkte: Die Kleine Garde tanzt bei der Elferratssitzung in der Germaniaklause Zwenkau.

Quelle: André Kempner

Zwenkau. Der Carneval-Club Zwenkau (CCZ) hat ein Riesenproblem: In der 62. Saison herrscht Personalnotstand. Den Narren gehen die Aktiven und die Gäste aus. „Keene Leute, keene Leute“ - das Lamento von Putzfrau Trude zog sich am Samstag bei der Elferratssitzung wie ein roter Faden durchs Programm.

„Es werden immer weniger, ein Jammer. Diesmal haben wir sogar überlegt, ob die zweite Sitzung überhaupt noch stattfindet“, sagte CCZ-Präsident Matthias Kirmse. Bei der Premiere sei die Germania-Klause noch voll gewesen. Eine Woche später sind rund 50 Zwenkauer gekommen. Dass die Fangemeinde kleiner wird, habe sich schon in den letzten fünf Jahren angedeutet. Nun legen auch noch die Stimmungsgaranten des Zwenkauer Karnevals, die ‚Trotzköppe’, eine künstlerische Pause ein.

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Gar nicht so einfach, die Narren anzulocken und zu begeistern: Der Carneval Club Zwenkau feierte trotz schwindenden Publikums und Aktiver in der Germaniaklause.

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„Ausgerechnet jetzt, ungünstiger hätte es nicht sein können. Nachdem wir 2014 schon den Rückzug von Jana und Uwe Kratz verkraften mussten“, erklärte Kirmse. Um dem Ganzen noch einen drauf zu setzen, muss der CCZ 2015/16 auch auf die mittlere Garde verzichten. Der Grund ist bekannt: „Keene Leute, keene Leute.“ Komplett ist in der gerade begonnenen Saison nur der Elferrat. Indes die Herren sind optimistisch geschätzt durchweg Ü 63 und ihr Beitrag zum Programm marginal.

„Das macht mir alles tüchtig zu schaffen. Woran es liegt? Ich weiß es nicht. Vielleicht sind die Leute übersättigt, vielleicht ist unser Programm nicht mehr zeitgemäß“, sinnierte der Chef der blau-weißen Narren. Kirmse ist ein CCZ-Urgestein, hat schon zu DDR-Zeiten die Faschingsfeten im Ratskeller, in der ‚Rollmopsdiele’ und der Mehrzweckhalle organisiert. „Ich bin seit 2002 Präsident. So eine Situation habe ich noch nicht erlebt“, gestand er.

Ein Glück, dass wenigstens die CCZ-Kasse gefüllt ist und Kirmse „100 Euro für ein paar ausländische Gäste“ locker machen konnte. Prinz Holger (Schulz) mit schwarzem Haar, die liebliche Jungfrau Hardy (Wolf) und Bauer Ines (Engert) – das rheinische Dreigestirn – schaute in der Exklave vorbei. Statt „Nachts um halb eins im Eichholz“ hieß es „Mer losse de Dom in Kölle“. Lokalkolorit kam dann beim Geplänkel zwischen dem Heiligem Laurentius (Hardy Wolf) und Trude (Suntina Rabich) auf. Die Putzfrau verwechselte Kalk mit Koks und wähnte schon die Mafia am See. „Lauri“ leistete Aufklärungsarbeit, auch in der nicht jugendfreien Bütt über die Last mit der Lust.

Höhepunkte waren die Auftritte der kleinen und großen Tanzgarde, die als Mickey-Mäuse und Charleston-Damen die Herzen der Besucher eroberten. Schauspielerisch und musikalisch clever und deshalb amüsant auch das „Rumpelstilzchen“, ein modernes Märchen mit rosa Happyend für König und Männlein. Vielleicht ein Fingerzeig für den CCZ, neue Wege zu bestreiten. „Nach Aschermittwoch werden wir uns zusammensetzen und überlegen, wie es weitergeht“, meinte Kirmse. Davor wird aber noch Fasching gefeiert - am 30. Januar und am 6. Februar unter dem Motto „Dracula und Frankenstein laden ein“.

Von Ulrike Witt

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