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Markkleeberg Keine Notlösungen: Markkleeberg will Zeltstädte für Flüchtlinge verhindern
Region Markkleeberg Keine Notlösungen: Markkleeberg will Zeltstädte für Flüchtlinge verhindern
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00:36 21.09.2015
Sammelstelle: Die Gleichstellungs– und Integrationsbeauftragte von Markkleeberg, Sabine Baldauf, inmitten gespendeter Hilfsgüter. Quelle: Kempner
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Markkleeberg

Die Stadt Markkleeberg bereitet sich auf die Aufnahme von weiteren Flüchtlingen vor. „Auch wir müssen im Rahmen des Solidarprozesses Verantwortung übernehmen. Deshalb suchen wir derzeit fieberhaft nach leerstehenden Wohnungen sowie kommunalen Grundstücken, auf denen Container in Modulbauweise aufgestellt werden können“, erklärte Oberbürgermeister Karsten Schütze (SPD) diese Woche im Stadtrat.

Aktuell seien in der Großen Kreisstadt 43 Asylbewerber dezentral in Wohnungen untergebracht. Hinzu kämen 46 so genannte Kontingentflüchtlinge, das heißt Flüchtlinge ohne Asylverfahren, die über einen zentralen Schlüssel aus humanitären Gründen auf die Bundesländer verteilt werden. Da der Landkreis Leipzig nach vorliegenden Prognosen bis zum Jahresende monatlich 400 Flüchtlinge aufnehmen müsse, würden auch Markkleeberg mit Sicherheit über die bislang avisierten 323 Flüchtlinge hinaus (die LVZ berichtete) Menschen zugewiesen, so Schütze. „Notlösungen wie Zeltstädte wollen wir mit aller Macht verhindern“, betonte der Rathauschef. Und er versicherte: „Sobald wir geeignete Unterbringungsmöglichkeiten gefunden und dafür ein Okay haben, werden wir dies öffentlich kommunizieren.“

Angenehm überrascht und beeindruckt sei er von den zahlreichen, in den vergangenen Wochen unaufgefordert im Rathaus eingegangenen Hilfsangeboten Markkleeberger Bürger. Diese würden von der Gleichstellungs- und Integrationsbeauftragten der Stadt, Sabine Baldauf, gesammelt.

Um „schnell und strukturiert“ reagieren zu können, will die Stadt jetzt einen Koordinierungskreis Flüchtlingshilfe ins Leben rufen. Das erste Treffen soll am 1. Oktober stattfinden. Weitere Informationen gibt es unter www.markkleeberg.de.

Von Ulrike Witt

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