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Markkleeberg Kies: Zwenkau erleidet Schlappe
Region Markkleeberg Kies: Zwenkau erleidet Schlappe
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07:00 11.04.2017
Zwenkaus Bürgermeister Holger Schulz. Quelle: LVZ
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Zwenkau

Kiesabbau, Bahnhaltepunkt, Grabensystem, Fuß- und Radwege – die Themenliste beim alljährlichen Bürgerstammtisch in Zitzschen war lang. Statt Ergebnissen und Terminen verkündete Rathauschef Holger Schulz (CDU) dem Heimatverein vor allem Zwischenstände.

Kies: Die Stadt Zwenkau wehrt sich mittlerweile in zwei Verfahren gegen den von der Mitteldeutsche Baustoffe GmbH (MDB) geplanten Kiesabbau bei Zitzschen (die LVZ berichtete). Eine Niederlage hat sie jetzt im Verfahren gegen den Freistaat erlitten. „Das Gericht sah keine Gründe für die Anfechtung des Betriebsplanes Trockenabbau“, erklärte Schulz. Aber der Richter habe Berufung zugelassen. Nun gehe die Sache in die nächste Instanz. Beim zweiten Verfahren, der Verweigerung des Wegerechtes, stehe Anfang Mai eine Entscheidung an. Das auch Zitschener gegen den Kiesabbau klagen, lobte Schulz. Kontraproduktiv sei, dass einige Bürger wichtige Flächen an die MDB verkauft haben. Ansatzpunkte sieht Schulz noch bei der laufenden Änderung des Betriebsplanes Nassschnitt. Sein Ziel: „Wenn wir den Kiesabbau nicht verhindern können, so soll er wenigstens so klein wie möglich sein.“

Gräben: Der offene Teil des Werbener Ableiters soll dieses Jahr instandgesetzt, der verrohrte jenseits der Carsdorfer Straße in Tellschütz muss erst einmal von Unmengen Müll beräumt werden. Ähnlich sei der Zeitplan beim Mausitzer Graben in Großdalzig, so Schulz. 700 000 Euro seien für die Sanierung vorerst eingestellt, weitere Mittel sicher nötig. „Der Topf für Bergbausanierungsmaßnahmen ist mit dem 6. Verwaltungsabkommen gut gefüllt. Nach Priorität werden wir alle Gräben in den nächsten Jahren abarbeiten. Auch östlich der Weißen Elster im Bereich Imnitz“, betonte Schulz.

Bahnhaltepunkt: „Wenn der Halt in Zitzschen kommt, fällt der in Großdalzig weg.“ Mit dieser Aussage des Zweckverbandes Nahverkehrsraum Leipzig überraschte Schulz. Allerdings sei dies noch nicht in Stein gemeißelt, die Überlegungen ganz am Anfang, auch ein saisonaler Halt in Zitzschen denkbar. Wie berichtet, will Schulz mit dem Haltepunkt an der Elster-Brücke mehr Touristen an den westlichen Zwenkauer See bringen. Fragen gab es in diesem Zusammenhang zur Gestaltung des Zitzschener Anlegers. „Bis Oktober werden wir ein Paket auf Basis des Bergbau-Verwaltungsabkommens schnüren“, so Schulz.

See-Rundweg: Der marode Abschnitt zwischen Zitzschen und Belantis, übrigens Teil des Elster-Saale-Radweges, werde vom Tagebausanierer LMBV auf 3,50 Meter Breite komplett saniert, entsprechende Planungen liefen, so Schulz.

Fuß- und Radwege: Für die Kitzener Straße liege eine Schätzung über 350 000 Euro vor, einen Termin für die Umsetzung gebe es noch nicht. „Im Haushalt 2017/18 sind die Mittel nicht drin“, so Schulz. Noch ferner ist die Sanierung des Weges an der Großdalziger Straße. „Bevor wir hier investieren, müssen erst mal die Eigentumsverhältnisse geklärt werden.“

Spielplatz: Das Engagement der Elterninitiative hat sich gelohnt. Der Spielplatz in der Dorfmitte kann mit Leader-Mitteln für 30 000 Euro modernisiert werden. Geplant sind eine Nestschaukel, eine Spielkombi mit Rutsche und ein Bolzplatz, aus hygienischen Gründen gestrichen wurde die Matschstrecke.

Friedhof: Zitzschen bekommt auf Wunsch vieler Bürger eine Urnengemeinschaftsanlage. Dafür wird die Friedhofssatzung geändert. Noch diskutiert werden müsse über die Gestaltung der Namenstafeln, bat der Heimatverein.

Von Ulrike Witt

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