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Markkleeberg Kinderbetreuung kostet Großpösna erstmals über eine Million Euro
Region Markkleeberg Kinderbetreuung kostet Großpösna erstmals über eine Million Euro
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08:00 03.12.2016
Immer was los: Im Garten der Kita Hummelburg wuchs im Herbst ein gewonnenes Spielhaus. Die Betreuung der Kinder wird für die Gemeinde aber immer teurer. Quelle: Andre Kempner
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Grosspösna

Erstmals über eine Million Euro wird die fünfeinhalbtausend Einwohner große Gemeinde Großpösna im nächsten Jahr für die Betreuung der Kita-, Krippen- und Hortkinder aus eigener Tasche aufbringen müssen. Der Betrag sei seit 2012 um 51 Prozent gestiegen, rechnete Hauptamtsleiter Daniel Strobel jüngst den Gemeinderäten vor.

Dabei habe die Zahl der Kinder in den Einrichtungen in dem selben Zeitraum nur um 18,5 Prozent zugenommen. Der Großteil der Mehrkosten entfalle mit 48 Prozent auf den Anstieg bei den Personalkosten. Das liege zum einen an der Änderung des Personalschlüssels bei den Kitas von 1:13 auf nunmehr 1:12 (plus acht Prozent) und Krippen von 1:6 auf 1:5 (plus 17 Prozent), zum anderen an Tarifanpassungen. „Wir sind dabei, die Unterschiede bei der Bezahlung zwischen den Beschäftigten von kommunalen Kitas und denen von Freien Trägern abzubauen“, erklärte Strobel. Fünf Prozent mehr seien es in diesem Jahr geworden, zehn Prozent im Vorjahr, ein Ende sei aber noch nicht in Sicht: „Der Tarif rennt uns ein bisschen weg“, erzählte er. Bekanntlich erhalten in kommunalen Kitas die Beschäftigten mehr Geld – ein Grund, warum private Träger wie die Awo, die Diakonie oder der Verein Kleine Hände, die in Großpösna Einrichtungen betreiben, mitunter Schwierigkeiten haben, Personal zu finden. Die Anpassung solle da helfen, so Strobel.

Insgesamt werde die Kinderbetreuung im nächsten Jahr voraussichtlich 2,28 Millionen Euro kosten. Über den Elternanteil würden knapp 508­ ­000 Euro wieder hereinkommen, der Landeszuschuss betrage 791 257 Euro, eine gute Million Euro bleibe für die Gemeinde zu zahlen übrig. Und die Kosten werden wohl weiter steigen. Bürgermeisterin Gabriela Lantzsch (parteilos): „Wir haben das dritte Jahr in Folge mehr Geburten als Sterbefälle in der Gemeinde.“ In der Gemeinde wird schon länger über Pläne nachgedacht, etwa in Störmthal die Kita an einem neuen Standort neu zu bauen.

Was Wunder, dass in der Verwaltung auch darüber nachgedacht wird, bei den Kitakosten an den Elternbeiträgen wieder etwas zu schrauben. Luft nach oben wäre aus Sicht des Rathauses: Auf Nachfrage eines Gemeinderates erklärte Lantzsch, Großpösna liege im Kreis bei den Beiträgen noch in der unteren Hälfte.

Von Jörg ter Vehn

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