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Markkleeberg Kinderhospiz Bärenherz vergrößert sich und sein Angebot für Familien
Region Markkleeberg Kinderhospiz Bärenherz vergrößert sich und sein Angebot für Familien
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11:25 20.04.2018
Baustelle: Am Kinderhospiz Bärenherz wird der flache Gebäudeteil aufgestockt, das Hauptgebäude innen komplett umgestaltet. Quelle: André Kempner
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Markkleeberg

Im Kinderhospiz Bärenherz im Kees’schen Park haben derzeit die Handwerker das Sagen. Ein Gebäudeteil wird aufgestockt, der andere komplett umgebaut – rund ein Dreivierteljahr soll der Umbau dauern.

„Den Gedanken für den Umbau hatten wir schon einige Jahre“, erklärt Geschäftsführerin Ulrike Herkner. Tatsächlich gebe es für Plätze im Kinderhospiz einen deutlich größeren Bedarf, als sie beantworten könnten, sagt sie. Bisher seien mit zehn Kinderzimmern und fünf Elternwohnungen insgesamt 260 Aufenthalte pro Jahr für Familien mit lebensverkürzend erkrankten Kindern sichergestellt worden. In Zukunft sei es durch die Vergrößerung des zentralen Wohnbereichs der Kinder im Erdgeschoss sowie die Erweiterung der Räumlichkeiten für die Angehörigen möglich, dass Bärenherz noch mehr Familien betreuen kann. Herkner schätzt, dass sie rund ein Viertel mehr Aufenthalte ermöglichen können.

Im Hauptgebäude wird umgebaut. Quelle: Andre Kempner

Bis dahin wird allerdings erst mal gewerkelt. Alleine die Planung für den Umzug der Kinder und ihrer Familien sei eine große Herausforderung gewesen, so Herkner. Denn trotz des Umbaus versorge und begleite Bärenherz auch weiterhin erkrankte Kinder und ihre Familien. Sie sei dem Seepark Auenhain sehr dankbar, dafür behindertengerechte Wohnhäuser zur Verfügung zu stellen. Aktuell würden dort drei Häuser genutzt, rund 30 Familien könnten dort bis März betreut werden. Der Förderverein habe sich während der Bauzeit in zwei Räumen im Internat der Rudolf-Hildebrand-Schule in der Mehringstraße niedergelassen. Die Postadresse bleibe aber weiter die im Park, so Herkner.

Der Umbau solle vor allem den Bereich für die Angehörigen flexibler gestalten, erklärt die Geschäftsführerin. Bislang habe es fünf mehr oder weniger gleiche Wohnungen für die Familien gegeben. Künftig gebe es mit größeren und kleineren Wohnungen oder großen Räumen, die durch Trennwände in Zimmer aufgeteilt werden können, bis zu neun verschiedene Unterkunftsvarianten. So könne flexibler auf verschiedene Familienkonstellationen eingegangen werden, beschreibt sie den Vorteil.

Ein neuer, ganz besonders gestalteter Raum der Stille werde den Familien zudem die Möglichkeit geben, in Ruhe Abschied von den verstorbenen Kindern zu nehmen. Mehr Platz für Therapie, Fortbildungen und Trauergruppen sowie eine den neuen Kapazitäten folgende Vergrößerung des Bürobereichs würden die bauliche Erweiterung abrunden, erklärt der Verein. Erste Abschnitte sollten bereits im April wieder fertig sein und mit einem besonderen Lärmschutzkonzept auch während der Baumaßnahmen nebenan wieder bezogen werden können.

Für die reinen Baukosten in Höhe einer „mittleren sechsstelligen Summe“ komme die Bild-Aktion „Ein Herz für Kinder“ auf, für die künftige Inneneinrichtung würden aber noch Spenden gesucht, wie auch für den weiteren Betrieb, bittet Herkner weiter um Unterstützung. Bekanntlich werden die laufenden Kosten des Kinderhospizes nur zu gut der Hälfte von den Kranken- und Pflegekassen erstattet .

Von Jörg ter Vehn

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