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Markkleeberg Kinderkrippe Samenkorn geht auf – und wächst zur Kita
Region Markkleeberg Kinderkrippe Samenkorn geht auf – und wächst zur Kita
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07:00 21.03.2017
Gabriela Lantzsch, Svend-Gunnar Kirmes und Harald Bieling (v.r.) malen mit den Kindern an den ersten Verschönerungen, derweil im Hintergrund Vertreter der Elternschaft, der Diakonie, der Gemeinde und der Baufirma zuschauen. Quelle: Jörg ter Vehn
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So sehen Erfolgsgeschichten aus: Die Kinderkrippe Samenkorn der Diakonie Leipziger Land wächst. Im bislang leer stehenden Obergeschoss soll schon im August eine Kita öffnen.

Möglich macht dies das Investitionsprogramm des Freistaats „Brücken in die Zukunft“. Wie berichtet, hatte die Gemeinde auf ihren Anteil verzichtet und ihn der Diakonie Leipziger Land übertragen, die damit rund 70 Prozent der Baukosten von rund einer halben Million Euro trägt. Der Rest seien Mittel, die die Diakonie aufgenommen habe, so Geschäftsführer Harald Bieling.

In dem Haus am Oberholz mit Blick auf den Wald und das Damwildgehege hatte früher der Heimverbund des Kreises gesessen, bis der nach Grimma umzog. 2013, nach nur 16 Monaten Vorlauf, hatte dort bereits im Erdgeschoss eine Krippe für 24 ein- bis dreijährige Kinder eröffnet. Ins Obergeschoss eine Kita zu bringen, sei immer der Traum gewesen, so Bieling.

Im Vorjahr wurde der greifbar, als der Freistaat das Investitionsprogramm aufgelegt hatte und klar wurde, dass die Gemeinde das Geld auch an die Diakonie weiterreichen konnte. Ehrensache, dass zum offiziellen Baustart-Termin am Montag der zuständige Landtagsabgeordnete Svend-Gunnar Kirmes (CDU) gern vorbeischaute.

Gearbeitet wird an der Kita schon länger. Der Fußboden habe für die Kinder verstärkt werden müssen, erzählte Bieling. Elektrik, Sanitär, Trockenbau – alle möglichen Gewerke basteln bereits für die neue Kita. Und am Montagnachmittag kamen auch noch vier ganz junge Maltalente hinzu, die die ersten Kinderbilder für die Kita fertigten. Ob unter ihnen ein neuer Neo Rauch oder eher ein Gerhard Richter war, blieb aber strittig.

Klar sei, dass es in der Kita zwar Türen, aber keine festen Gruppen mehr gebe, erläuterte Stefan Winkelmann von der Diakonie das pädagogische Prinzip. Offen, naturnah und mit religionspädagogischem Schwerpunkt werde wie schon in der Krippe auch in der Kita mit den Kindern gearbeitet. Es gebe Räume für gewisse Aktionen wie Malen oder Basteln oder die Küche, in der auch alle mitmachen sollten. Für die Kinder gebe es feste Erzieher als Bezugspersonen. „Das funktioniert“, erklärte die Leiterin Marthe Judwitt ihre Erfahrungen schon aus der Krippe.

Weil die 36 Kita-Plätze nicht alle sofort gebraucht würden, sei mit den anderen Trägern zusammen überlegt worden, ob zwischenzeitlich mit den Räumen und eventuellen Gruppenverlagerungen die Gemeinde ihr Hortproblem lindern könnte. Es habe sich aber keine kindgerechte Lösung gefunden, bedauerte Bürgermeisterin Gabrielas Lantzsch (parteilos). Rund 20 Hortplätze fehlten. „Wir müssen also auch noch einen neuen Hort bauen“, schaute sie voraus.

Von Jörg ter Vehn

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