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Markkleeberg Kippenförster hinterlässt 600 Hektar Wald
Region Markkleeberg Kippenförster hinterlässt 600 Hektar Wald
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17:28 08.04.2010
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Markkleeberg/Leipzig

Im Verwaltungssitz des Forstbezirkes Leipzig in der Heilemannstraße fanden sich neben zahlreichen Kollegen auch der Markkleeberger Oberbürgermeister Bernd Klose (SPD) und Großpösnas Bürgermeisterin Gabriela Lantzsch ein.

„Wer kann schon von sich behaupten, eine Landschaft gestaltet zu haben. Sie können das", erklärte Forstdirektor Andreas Padberg. Als Leiter des Forstreviers Leipzig-Süd galt Hößler zu DDR-Zeiten als Kippenförster: fern von jedem Fernseh-Klischee - ohne grünen Tann und Büchse, dafür mit schlechten  Böden und wenig Anerkennung.

„Unter Ihrer Verantwortung wurden ab 1977 insgesamt 600 Hektar Wald gepflanzt. Damit halten Sie den Rekord bei der Erstaufforstung in Sachsen und vielleicht sogar bundesweit", würdigte Padberg Hößlers „Lebensleistung". Was den fast 65-Jährigen antrieb, war ein Traum. „Sie wollten einmal durch den Schatten der Bäume gehen, die Sie selbst in den Boden gebracht haben. Das ist Ihnen eindrucksvoll gelungen", so Padberg. Als Beispiele zählte er die Neue Harth zwischen Markkleeberg und Zwenkau, das Neue Oberholz - den Gemeindewald von Großpösna - und die Flächen links und rechts der Bundesstraße 2/95 in Richtung Borna auf.

Auf die Frage, was sich in den vergangenen 33 Jahren verändert hat, meinte Hößler: „Früher hatten wir keine Pflanzen, keine Maschinen und keine Leute. Dafür Geld. Heute ist es genau andersrum." Neu war für Hößler in den 90er Jahren auch die Jagd. Um in Amt und Würden bleiben zu können, absolvierte er die Jägerprüfung. Seine Leidenschaft wurde das Jagen allerdings nie. Hößlers Markenzeichen waren seine Hunde. „Die Tiere öffneten ihm gepaart mit seiner angenehmen Art - besonders als Betreuer der Kommunalwälder und bei der Beratung privater Waldbesitzer - alle Türen", verriet Padberg.

Rathauschef Klose erinnerte an die ersten Führungen, die Hößler 1987 in der Neuen Harth machte: „Sie haben den Menschen mit viel Herzblut die Natur nähergebracht und dafür gesorgt, dass der Cospudener See heute von Wald gesäumt wird." Als Dankeschön gab's für den Baumfreund einen Baum - eine Wildkirsche. Und eine Bitte hatte Klose auch: „Ich würde mich freuen, wenn Sie im Herbst mit mir gemeinsam eine Wanderung durch die Harth unternehmen", so Klose. Solch verwegene Wünsche hegte seine Bürgermeisterkollegin Lantzsch nicht: Sie dankte Hößler für 60 Hektar Wald und „viele gemeinsame Projekte, die uns auch in Zukunft verbinden werden".

Ulrike Witt

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