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Kita-Elternbeiträge steigen auch in Großpösna

In zwei Schritten Kita-Elternbeiträge steigen auch in Großpösna

Nach vier Jahren Pause wird Großpösna wieder an den Elternbeiträgen für die Kindereinrichtungen im Ort schrauben. Im nächsten Jahr ist eine Erhöhung in zwei Schritten beschlossen.

Mehr Plätze, steigende Kosten: Zuletzt war in diesem Jahr in der Einrichtung der Diakonie am Oberholz auch die Kita Samenkorn eröffnet worden.

Quelle: Jörg ter Vehn

Grosspösna. Nach vier Jahren Pause wird Großpösna wieder an den Elternbeiträgen für die Kindereinrichtungen im Ort schrauben. Im nächsten Jahr ist eine Erhöhung in zwei Schritten beschlossen.

Hauptamtsleiter Daniel Strobel hatte beim jüngsten Gemeinderat die Zahlen der vergangenen Jahre sehr anschaulich vorbereitet. Demnach waren 2013 noch 1,88 Millionen Euro für die Kinderbetreuung im Ort ausgegeben worden, im nächsten Jahr sollen es bereits 2,6 Millionen sein. Die Gründe sind bekannt: Der Betreuungsschlüssel pro Kind hat sich verbessert, die Zahl der Kinder hat zugenommen, die Löhne der Mitarbeiter stiegen – und auch Strom und Gas wurden nicht billiger.

So wird im nächsten Jahr jeder Krippenplatz pro Monat mit 586 Euro fürs Personal plus 197 Euro für die Sachkosten veranschlagt. Bei der Kita sind es 279 Euro für die Beschäftigten plus 91 für die Sachkosten, beim Hort 158 plus 53. Bei 194 Hort-, 216 Kita- und 80 Krippenkindern in Großpösna kommt da schon einiges an Kosten zusammen. Fünf Kinder werden zudem von einer Tagesmutti betreut.

Ungleich verteilt ist jedoch die Bezahlung der Mehrlast. Während der Anteil des Freistaats von 582 000 auf 824 000 Euro zunimmt (ein Plus von 32 Prozent), legt der Teil der Gemeinde von 853 000 auf 1,2 Millionen Euro zu. Das entspricht einer Steigerung um 46 Prozent. Selbst mit der Erhöhung steige der Elternanteil „nur“ von 450 000 auf 570 000 Euro, erklärte Strobel. Das entspreche einer Zunahme um 22 Prozent.

Nach kurzer Debatte über Sinn und Unsinn der Verteilung der steigenden Kosten auch auf die Eltern einigten sich die Räte ohne Gegenstimmen auf das vom Rathaus vorgeschlagene Modell. Danach kostet ab Januar eine neunstündige Krippenbetreuung 180 Euro (bislang 169), ab Juli dann 190 Euro. Für den Kindergarten werden ab dem nächsten Jahr 108 (alt: 102), ab Juli 115 Euro fällig. Und der Hort kostet die Eltern künftig 63 (alt: 61), ab Juli dann 67 Euro.

Auch mit der Erhöhung liege der Elternanteil verglichen mit anderen Ort in der Region etwa im unteren Mittelfeld, so Strobel. Bei der Krippe nehmen Markkleeberg, Markranstädt und Leipzig künftig zum Teil deutlich mehr, ebenso bei Kita und Hort. Derzeit sei Großpösna auch wegen der seit 2013 nicht mehr angepassten Beiträge sogar der günstigste Ort weit und breit bei Krippenplätzen.

Weitere Beschlüsse:

– Der neue Parkplatz an der Kita Hummelburg wird teurer. Statt der ursprünglich geplanten 35 000 Euro für die zwölf Stellplätze wird der Bau im nächsten Jahr nun voraussichtlich 85 000 Euro kosten, soll aber gefördert werden.

– An der Grunaer Bucht am Störmthaler See soll ein kleiner Privatstrand für die Urlauber der neuen Ferienhäuser von Lagovida entstehen. Auch die Nutzer der geplanten Ferienhäuser auf Gemeindegrund sollten dort baden dürfen, so Bürgermeisterin Gabriela Lantzsch. Über die Art und Weise der naturnahen Einfriedung werde noch entschieden.

Von Jörg ter Vehn

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