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Kita-Gebühren in Großpösna sollen steigen

Kita-Gebühren in Großpösna sollen steigen

Großpösna. Eltern in Großpösna sollten sich auf steigende Beiträge in Krippe, Kita und Hort einstellen. Grund für die in der nächsten Gemeinderatssitzung geplante Anhebung sind die ständig steigenden Betriebskosten.

Seit 2005 seien die Elternbeiträge in der Gemeinde stabil geblieben, erläuterte Hauptamtsleiter Daniel Strobel den Hintergrund. Damals seien insgesamt 377 Kinder in Krippe (54), Kindergarten (167), im Hort (146) und in der Tagespflege (10) zu betreuen gewesen. Eltern, Land und die Gemeinde teilten sich die 1,24 Millionen Euro Betriebskosten.

Im nächsten Jahr seien aber schon 436 Kinder zu betreuen, davon 91 in der Kinderkrippe, 170 im Kindergarten, 165 im Hort und 10 in der Tagespflege. Die Betriebskosten seien mit knapp 1,8 Millionen Euro kalkuliert, umschrieb er das Dilemma. Sie seien gegenüber 2005 damit um rund 45 Prozent gestiegen. Weil aber das Land seinen Teil seit Jahren gleich halte, erhöhe sich dadurch automatisch der Anteil der Kommune. Im nächsten Jahr werde das eine Steigerung um 58 Prozent gegenüber dem Jahr 2005 ausmachen, rechnete er vor – bei gleichbleibenden Elternbeiträgen.

Die Gründe für die Kostensteigerung seien klar, so Strobel. Zum einen habe die Zahl der Kinder in den Einrichtungen der Gemeinde zugenommen – um genau 22 Prozent. Zum anderen habe vor allem die Betreuung in den personalaufwändigen Krippen stark zugelegt. Durch Tarifanpassungen bei den Beschäftigten und die allgemeine Preissteigerung sei es daher zu dem Anstieg der Betriebskosten gekommen, erklärte er.

Großpösna stehe zu seinem gesetzlichen Auftrag und wolle es gerne den Müttern ermöglichen, wieder arbeiten zu gehen, erläuterte Bürgermeisterin Gabriela Lantzsch. Die Gemeinde werde im nächsten Jahr den Bedarf an Krippenplätzen zu einhundert Prozent erfüllen. Aber die Kosten dafür liefen davon, warnte sie.

Der Verwaltungsausschuss der Gemeinde habe sich daher verständigt, die Elternbeiträge moderat zu erhöhen, stellte Strobel vor. Nach den bisherigen Vorschlägen solle die Maximal-Betreuung in der Kinderkrippe von jetzt 157 auf 169 Euro steigen, die Kindergarten-Gebühr für neun Stunden von 95 auf 102 Euro angehoben werden, würden im Hort für die Sechs-Stunden-Betreuung statt bislang 56 künftig 62 Euro verlangt werden. Als nächstes würden Gespräche mit den Trägern geführt, im nächsten Gemeinderat könne der entsprechende Beschluss gefasst werden, kündigte Strobel an.

Großpösna habe bislang im unteren Bereich der Elternbeiträge gelegen, erläuterte er. Mit der Anhebung werde die Kommune künftig ins obere Mittelfeld rücken, aber noch knapp hinter Markkleeberg bleiben.

Eine weitere Kostensteigerung könnte zudem für die Großpösnaer bald anstehen. Wie Lantzsch erläuterte, sei die Grundsteuer A – wichtig für die Hausbesitzer – seit 2002 nicht mehr angehoben worden. Inzwischen liege der Sachsenschnitt bei 405 Prozent, Großpösna bei 360. „Der Freistaat veranlagt uns bei der Steuerbemessung aber so, als wenn wir im Sachsenschnitt liegen würden“, erklärte sie das Dilemma. Der Kommune ginge dadurch doppelt Geld verloren. „Wir werden das diskutieren und ein Maß finden müssen“, so Lantzsch.

Jörg ter Vehn

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