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Klare Mehrheiten für CDU und Landgraf

Klare Mehrheiten für CDU und Landgraf

Markranstädt/Markkleeberg/Zwenkau/Großpösna. Die Bundestagswahl 2013 hat Geschichte geschrieben, ist selber schon wieder Geschichte.

Obwohl die Ergebnisse in den Orten südlich und westlich an Leipzig angrenzend in etwa im Bundestrend lagen, gab es hier oder dort ein paar Besonderheiten:

Während die Stimmabgabe in den 17 Markkleeberger Wahllokalen am Sonntag laut der Gemeindewahlausschussvorsitzenden Andrea Stübiger reibungslos verlief, geriet die Auszählung der Bundestagswahl offensichtlich zum Problem. Markkleeberg war die einzige Kommune, von der am Sonntagabend keine Zahlen zu haben waren. Gestern hieß es am Mittag, es habe Schwierigkeiten bei der Einwahl in den Server des Statistischen Landesamtes gegeben, am Nachmittag dann, die Stadt sei kein Wahlorgan und nicht berechtigt, Zahlen herauszugeben. Erstaunlich, dass es in Großpösna, Markranstädt und Zwenkau möglich war.

Nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Kamenz gingen 75,3 Prozent der 19 885 wahlberechtigten Markkleeberger an die Urne. Davon gaben 43,5 Prozent der CDU ihre Stimme, 17,4 Prozent der Linken, 19,8 Prozent der SPD, 3,7 Prozent der FDP, 6,2 Prozent den Grünen und 1,7 Prozent den Piraten. Bei den Erststimmen gingen 49 Prozent an CDU-Frau Katharina Landgraf, 21 Prozent an Harald Redepenning und immerhin sieben Prozent an den Grünen-Markkleeberger Tommy Penk.

Geradezu prachtvoll durften etwa die Güldengossaer wählen gehen. Der Gartensaal im Schloss stand erstmals als Wahllokal bereit. Ob das Ambiente aufs Wahlergebnis durchschlug, ist nicht bekannt. Gleichwohl holte etwa die eurokritische AfD in Güldengossa mit 8,47 Prozent dort ihre meisten Zweitstimmen, war insgesamt mit 6,84 Prozent in Großpösna relativ stark. Direktkandidatin Katharina Landgraf (CDU) holte in allen Wahllokalen der Gemeinde die klare Mehrheit, mit 59,4 Prozent in Störmthal die meisten Stimmen. Dort lagen Axel Troost (Linke) und Harald Redepenning (SPD) mit jeweils 13,28 Prozent auch gleich auf, sonst landete Troost durchweg auf Platz zwei hinter Landgraf bei den Erststimmen. Weitere Besonderheit in Störmthal: Mit 4,8 Prozent holte dort die NPD ihre meisten Zweitstimmen in Großpösna. Am Gemeindeamt im Rittergut, wo allein drei Wahllokale untergebracht waren, halfen in bewährter Manier wieder Schüler den Wählern, auch zu ihrem Abstimmort zu finden.

In Markranstädt gewann Landgraf ebenfalls in allen Wahllokalen deutlich. In Räpitz errang sie mit 59,4 Prozent ihre meisten Erststimmen, dicht gefolgt vom Wahllokal Grundschule Großlehna 100 (58,7%) und Döhlen (58,1%). Die Linke ist mit 19,1 Prozent Zweitstimmen klar zweitstärkste Partei in Markranstädt, außer im Wahllokal Sportcenter 015, wo die SPD auf 16,2 Prozentpunkte kam, die Linke nur auf 15,8. Die AfD, mit 5,1 Prozent Zweitstimmen auf Anhieb Platz vier bei den Parteien in Markranstädt, holte in Albersdorf mit 8,2 Prozent ihre meisten Stimmen.

In Zwenkau hat CDU-Direktkandidatin Katharina Landgraf, die als Großstorkwitzerin sozusagen Nachbarin ist, 52 Prozent der Erststimmen geholt. SPD-Mann und Stadtrat Harald Redepenning musste sich in seiner Wahlheimat mit 20 Prozent geschlagen geben. Bei den Zweitstimmen holte die CDU 48,3 Prozent, 8,1 Prozent mehr als vor vier Jahren. Zweitstärkste Kraft war diesmal die Linke. Einen extremen Ausreißer gab es bei den acht Wahlbezirken nicht. Traditionell sind die Christdemokraten im ländlichen Raum stark. So wählten 57,24 Prozent der Löbschützer und 56,25 Prozent der Zitzschener die CDU, rund um den Pulvermühlenweg hingegen nur 41,21 Prozent. Zum Nachdenken: Die NPD errang 4,91 Prozent der Zweitstimmen rund ums Kap Zwenkau.

 

 

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 24.09.2013

Ulrike Witt/Jörg ter Vehn

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