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Klassik und Pop am Zwenkauer Hafen

1. Neuseenland-Musikfest Klassik und Pop am Zwenkauer Hafen

Bislang ist der Zwenkauer See vor allem für Sportevents bekannt. Das soll sich ändern. Mit dem 1. Neuseenland-Musikfest wird im Sommer 2017 die Hochkultur am Stadthafen Einzug halten und das unter Schirmherrschaft von Ministerpräsident Stanislaw Tillich.

Die Macher des Neuseenland-Musikfestes: Holger Schulz, René Möckel, Maria Monika Groß, Wolfgang Rögner und Andreas Schmidt (von links).

Quelle: André Kempner

Zwenkau. Bislang ist der Zwenkauer See vor allem für Sportevents bekannt. Das soll sich ändern. Mit dem 1. Neuseenland-Musikfest wird im Sommer 2017 die Hochkultur am Stadthafen Einzug halten und das unter Schirmherrschaft von Ministerpräsident Stanislaw Tillich.

„Ich bin vergangenes Jahr um den See gewandert und dachte, hier könnte noch was passieren“, erzählt Wolfgang Rögner, seit 2015 Chefdirigent des Leipziger Symphonieorchesters (LSO). Ein Musikfestival schwebte ihm vor. „Natürlich am Hafen. Das ist für mich der einzige Platz, wo das Sinn macht“, meint er. Beim Leipziger Musikproduzenten René Möckel fand er offene Ohren und bei Bürgermeister Holger Schulz (CDU) rannten beide offene Türen ein. „Das passt ganz wunderbar. Mit dem Gedanken, Hochkultur nach Zwenkau zu holen, beschäftige ich mich schon lange. Zu unseren Plänen für die Seeentwicklung gehört ja auch eine mobile Seebühne“, erklärt Schulz.

Inzwischen hat Rögner mit Andreas Schmidt, Geschäftsführer der Sächsischen Seebad Zwenkau, Neu-Zwenkauerin Maria Monika Groß, ehemalige Mitarbeiterin am Mittelsächsischen Theater, und Rechtsanwalt Wolfram Werner weitere Mitstreiter ins Boot geholt und den Neuseenland-Musik e.V. gegründet. Jetzt präsentieren sie alle gemeinsam das Programm für die erste Auflage des Neuseenland-Musikfestes, das vom 29. Juni bis zum 2. Juli 2017 stattfinden wird.

„Viva Italia“ heißt es am ersten Abend, gestaltet wird das Konzert von „The Italien Tenors“. „Das sind Mirko Provini, Sabino Gaita und Evans Tonon - drei junge, sehr erfolgreiche Tenöre, die mit ganz wunderbaren Arrangements einen populären Musikmix bieten“, sagt Rögner.

Von Zwenkau in die Stadt der Liebe geht es am zweiten Abend. Der vielversprechende Titel lautet „Paris mon amour“. Bariton Sébastien Lemoine und Sopranistin Elke Kottmair singen Klassik und Pop. „Das wird optisch und stimmlich ein Genuss“, ist Rögner überzeugt. Die Begleitung übernimmt an beiden Abenden das LSO, die Moderation Evelyn Fischer vom MDR.

Am dritten, dem „Klassikabend am Kap“ steht das LSO selbst im Mittelpunkt. Unter Leitung von Rögner werden beliebte Melodien aus Oper und Operette von Mozart, Dvorák, Verdi, Puccini, Kálmán, Offenbach und anderen erklingen. „Für die Solopartien haben wir mit Sopranistin Ruth Ohlmann, Mezzo-Sopranistin Marie-Luise Dressen und Tenor Michael Heim drei Nachwuchssänger aus Sachsen gewonnen“, verrät Rögner.

Für den vierten Musikfest-Tag hat sich der Maestro etwas besonderes einfallen lassen: „In der Hoffnung, dass wir an den ersten drei Abenden mit den Eintrittsgeldern einen Überschuss erwirtschaften, laden wir am Sonntag zu einem kostenfreien Familientag mit Musik, Spiel und Spaß ein.“ Das Sorbische National-Ensemble, dessen Intendant Rögner von 2002 bis 2010 war, kommt nach Zwenkau und wird zweimal ein Kindermusical aufführen, dem Nachwuchs alte und neue Instrumente nahebringen. Eröffnet wird der Familiensonntag um 11 Uhr mit einem Gottesdienst am Hafen.

Der Kartenvorverkauf für das 1. Neuseenland-Musikfest beginne noch vor Weihnachten, versichert Rögner. Die Tickets für die ersten drei Konzertabende kosten jeweils 25, ermäßigt 20 Euro, an der Abendkasse 28 Euro. Rögner freut sich, dass er Ministerpräsident Tillich als Schirmherrn gewinnen konnte. Und noch etwas macht ihn stolz: Das „darauf haben wir schon lange gewartet“ von Sandra Brandt, Geschäftsführerin des Tourismusvereins Leipziger Neuseenland. „Nach menschlichem Ermessen dürfte, was die Organisation anbelangt, nichts mehr schiefgehen. Die Künstler und die dreiseitig geschlossene Bühne sind vertraglich gebunden. Jetzt muss nur noch das Wetter mitspielen“, sagt Rögner.

Von Ulrike Witt

Zwenkau Kap 51.234508234969 12.335352095215
Zwenkau Kap
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