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Markkleeberg Koburger Straße – Radeln bleibt gefährlich
Region Markkleeberg Koburger Straße – Radeln bleibt gefährlich
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07:00 21.02.2017
Auf der Koburgerstraße fährt das Risiko ohne separaten Radweg mit. Quelle: André Kempner
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Markkleeberg

Ein Verkehrsentwicklungsplan für Markkleeberg soll es jetzt richten, Licht in die verschiedenen Konzepte und Untersuchungen der vergangenen Jahre bringen. Das hat der Stadtrat letzte Woche beschlossen. Ein wichtiger Part dabei ist das Radwegenetz. SPD-Stadträtin Sylvia Steinke-Gräfe hatte an diesem Ende 2016 in öffentlicher Sitzung Kritik geübt. Noch immer seien viele Vorschläge der AG Radverkehr nicht umgesetzt worden, ärgerte sie sich.

„Stimmt nicht, die Liste ist fast abgearbeitet“, meint Oberbürgermeister Karsten Schütze (SPD) jetzt. Ein Erledigt-Haken könne an die Abstellanlage am S-Bahnhof Markkleeberg und am S-Bahn-Haltepunkt Nord gemacht werden. In der südlichen Koburger-, der Städtelner- und der Schmiedestraße könnten Radfahrer inzwischen auch die Straße nutzen. Entsprechende Markierungen wurden, beziehungsweise werden im Frühjahr aufgebracht. Abgeschlossen sei auch die Reparatur des Pleißeradweges in Höhe Alte Ziegelei, eine Barriere für Autos wurde dort aufgestellt. „Aktuell im Bau ist der Parkplatz mit Radabstellanlage am S-Bahnhaltepunkt Großstädteln“, erinnert der Rathauschef.

Offen ist nach wie vor der von der AG geforderte Schutzstreifen in der nördlichen Koburger Straße. Der Abschnitt zwischen Energiestraße und Forsthaus Raschwitz sei für Pendler von und nach Leipzig hoch gefährlich, weiß Steinke-Gräfe aus Erfahrung. „Wir wissen das, aber die Eigentumsverhältnisse machen eine schnelle Lösung unmöglich“, bittet Schütze weiter um Geduld. Hintergrund: Die Fahrbahn gehört Leipzig, der Fußweg auf der östlichen Seite Markkleeberg. Um einen DIN-Norm gerechten Schutz- oder zumindest einen Angebotsstreifen ausweisen zu können, brauche es eine gemeinsame Erklärung der Städte, sagt Schütze. „Wir werden Abhilfe schaffen, aber es dauert“, versichert er.

2019 sollen der Verkehrsentwicklungsplan stehen und die Bürger regelmäßig informiert werden. Dass die Stadt ein externes Büro beauftragt, dafür „wieder mal“ 60 000 Euro zahlt, hat den Fraktionschef der Linken, Dieter Bormann, erbost: „Ich denke, wir müssen sparen.“

Von Ulrike Witt

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