Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Markkleeberg Konstantin Hierl will 2014 eine Medaille
Region Markkleeberg Konstantin Hierl will 2014 eine Medaille
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:16 19.05.2015
Konstantin Hierl tritt nächstes Jahr bei der Geo-Weltolympiade in Krakau an. Quelle: André Kempner

Das Ticket für Polen hat sich der Geo-Landessieger Anfang November ganz souverän beim Bundeswettbewerb in Würzburg geholt.

"Konstantin ist ein sehr ruhiger und bescheidener Schüler, aber auch ein sehr kluger und ausgesprochen zielstrebiger", sagt Wolfgang Gerber vom Verband Sächsischer Schulgeographen. Er kennt den jungen Mann seit Jahren und ist stolz darauf, frühzeitig sein Talent erkannt und gefördert zu haben. "Konstantin ist uns aufgefallen, weil er beim National-Geographic-Wissen - jetzt Diercke-Wissen -, dem größten bundesweiten Geographie-Wettbewerb für Schüler zwischen zwölf und 16 Jahren, immer eine sehr hohe Punktzahl erreicht hat. Deshalb haben wir ihn in die Trainingslager mitgenommen. Das zahlt sich jetzt aus", erzählt Gerber, der am Leipziger Sportgymnasium unterrichtet. In Würzburg ließ Konstantin Hierl mit sechs Punkten Abstand immerhin Geographie-Asse aus ganz Deutschland hinter sich.

"Geographie ist kein Fach zum Auswendiglernen. Wer Zusammenhänge in Natur- und Wirtschaftsräumen erkennen will, muss systematisch denken können", betont Gerber. Und perfekt Englisch sprechen. Denn das ist die Wettbewerbssprache. Für Konstantin ist das Herausforderung und Reiz zugleich. "Die Geowissenschaften erschließen einem die Entwicklung der ganzen Welt und Englisch ist die Sprache, um sich weltweit verständigen zu können", sagt der Zwölftklässler, der mit Mats Kloppe, dem Zweiten beim sächsischen Landesausscheid, einen guten Freund und tollen Konkurrenten in der eigenen Schule hat.

Beim Bundeswettbewerb musste Konstantin unter anderem zwei komplexe Themen bewältigen. Schon das erste, zur Plattentektonik Neuseelands, triebe vielen den Schweiß auf die Stirn. Nicht so Konstantin. "Im Unterricht haben wir die Plattentektonik allgemein behandelt. Mit einem Atlas lässt sich der Rest herleiten", meint der Schüler ganz sachlich. Gar nicht zu reden von den Außenhandelsbeziehungen Australiens.

Trotz seiner überragenden Geo-Fähigkeiten will Konstantin Hierl, der bislang nur durch Europa gereist ist, nach dem Abi nicht Geographie, sondern Medizin studieren. Davor will er aber im August in Krakau bei der Weltolympiade "Janus iGeo" noch eine Medaille holen. Und die Konkurrenz ist groß. Laut Gerber, der das vierköpfige deutsche Team vorbereiten und begleiten wird, haben sich Teilnehmer aus über 40 Ländern angemeldet. Respekt hat Konstantin vor den Russen. Er habe gehört, dass die zur Vorbereitung zwei Wochen in der Lomonossow-Universität in Moskau eingeschlossen würden. "Mal sehen, was geht", sagt der Markkleeberger. Gerber ist optimistisch: "Die Deutschen haben seit 2008 immer eine Medaille geholt. Konstantin packt das."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 21.11.2013
Ulrike Witt

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Großpösna. "Es wird nicht einfacher." Mit diesen Worten leitete Kämmerin Rita Ackermann am Montagabend die Vorstellung des Haushaltes mit den geplanten Investitionen für 2014 ein.

19.05.2015

Für den Harthkanal zwischen Zwenkauer und Cospudener See stehen die Zeichen auf Grün. Für die andere Gewässerverbindung zum Südraum, die so genannte Wasserschlange von der Pleiße zum Markkleeberger See, ist derzeit die Finanzierung unklar.

19.05.2015

Der Zwenkauer See wird möglicherweise erst 2017 seinen Endstand von 113,5 Metern erreichen. Das erklärte Rolf Schlottmann vom Tagebausanierer LMBV am Dienstagabend beim Hochwasserforum im vollbesetzten Kulturkino.

19.05.2015
Anzeige