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Markkleeberg Künstlerin Ute Hellriegel regt Fantasie an
Region Markkleeberg Künstlerin Ute Hellriegel regt Fantasie an
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08:02 11.04.2018
Künstlerin Ute Hellriegel in ihrer Ausstellung „Ansichtssache“. Quelle: Foto: André Kempner
Zwenkau

Mehr als eine Galeriewand braucht Ute Hellriegel nicht, um ihre künstlerische Vielfalt zu zeigen. Auf nur wenigen Metern sind ganz unterschiedliche grafische Techniken zu entdecken. Natürlich sind in der Zwenkauer Lehmhaus Galerie mehr Arbeiten der Leipziger Künstlerin ausgestellt, das macht deren Können nur um so deutlicher.

„Ansichtssache“ lautet der doppeldeutige Titel der Schau, die noch bis 5. Mai in der Leipziger Straße zu sehen ist. Bekanntlich kann man Ansichten sowohl wortwörtlich nehmen, als auch eigene Gedanken dazu entwickeln. Die Grafikerin lässt Raum für Fantasie. „Ihre Bildwelten vereinen Fabulier- und Experimentierfreude“, lädt Galeristin Catherine Scholz zur Erkundungsreise. Neugierig macht schon das Ausstellungs-Poster: Unbeschwert fährt eine junge Frau auf ihrem Rad. Weit lässt der Sommerwind ihren Rock fliegen. „Dieses Flattern hörte sich wie der Flügelschlag von Vögeln an“, erzählt Ute Hellriegel. Also sind es dutzende Vögel, welche die Radlerin beschwingt begleiten. „Beflügelt“ – erzählt von der Liebe zum Radfahren, strahlt Heiterkeit aus.

Leipziger Künstlerin unterrichtet an Volkshochschule

„,Kunst gibt nicht das Sichtbare wieder, sondern Kunst macht sichtbar“, erinnert Hellriegel an Paul Klees berühmtes Credo. Dieses innere Schauen lässt sich in der Galerie erleben. Viele der Bilder erzählen kleine Geschichten, welche die Betrachter selbst weiter fabulieren können. Was ist da nur für ein wunderliches Paar unterwegs? Er mit spitzem Hut und prachtvollem Brokatmantel – sie mit Gauklermütze einen schweren Rock schleppend. Nichtsdestotrotz mit fröhlicher Miene. „Unterwegs“ nennt sich die Strichätzung. „Vielleicht sind die beiden einem Kinderkarussell entsprungen“, gibt die Grafikerin augenzwinkernd ein paar Tipps. Schmunzeln lässt auch „Die Hausfrau am Kochtopf mit integrierter Kloßzählmaschine“ (Lithographie).

Mit verhaltener Farbigkeit zeigt Hellriegel die Schönheit einer Landschaft „Winterschlaf“ (Farbholzschnitt). Als wären sie ein wärmender Mantel umhüllen Alleebäume ein Paar (Hommage an E. Munch). An einen Sommersturm erinnert „Mönchsgut“. Und der „Sternenhimmel“ (Strichätzung)? – verlockt natürlich zum Träumen.

Ute Hellriegel wurde in Nordhausen geboren, seit 1988 wohnt sie in Leipzig. Als Diplom-Ingenieurin begann ihr Berufsweg; nach einem Studium an der Leonardo Kunstakademie Salzburg arbeitet die Grafikerin freiberuflich in Leipzig und gibt an der Volkshochschule ihre Begeisterung für Kunst weiter. Wo diese begann? Auf einem geheimnisvollen Dachboden. Als kleines Mädchen entdeckte sie dort unzählige Grafiken. Welch Schatz für ein fabulierfreudiges Kind.

Von Ingrid Hildebrandt

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