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Markkleeberg Künstlerstube in Großstädtelner Kirche eröffnet
Region Markkleeberg Künstlerstube in Großstädtelner Kirche eröffnet
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00:38 03.07.2015
Pfarrerin Kathrin Bickhardt-Schulz und Rainer Benedix in der Künstlerstube. Quelle: André Kempner
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Markkleeberg

Der Holzbildhauerin und dem Glasgestalter hat die Kirchgemeinde jetzt einen separaten Raum, die Künstlerstube, gewidmet. In der einstigen Patronatsloge erinnern Biografien, Fotografien und ein Bild an die Künstler, die dem 1880 vom Leipziger Kirchenbaumeister Hugo Altendorff im neugotischen Stil errichteten Gotteshaus in den 1970/80er Jahren ihren Stempel aufgedrückt haben.

"Eigentlich sollte aus der Patronatsloge im Zuge der im vergangenen Jahr abgeschlossenen Kirchensanierung eine Teestube werden", erzählt der langjährige Kirchenvorstand Rainer Benedix. Im Februar 2014 lernte er dann Grüger bei einem Besuch in Großstädteln kennen. "Als ich ihn nach Schönebeck zurückgefahren habe, hat er mir viel von der Zusammenarbeit mit der im Jahr 2000 verstorbenen Elly-Viola Nahmmacher erzählt und sein Atelier gezeigt", berichtet Benedix. Als der Großstädtelner zwei Monate später von Grügers Tod erfuhr, keimte die Idee einer Künstlerstube. Als Pfarrerin Kathrin Bickhardt-Schulz mit dem Frauen- und Älterenkreis der Kirchgemeinde dann auch noch das Schloss- und Residenzmuseum in Greiz besuchte und dort, in der Heimat Elly-Viola Nahmmachers, weitere Arbeiten der Sakralkünstlern entdeckte, war sie überzeugt.

"Und es gab noch einen weiteren Anstoß", verrät Benedix. Christoph Johannes Herbert aus Greiz, bis dato unbekannt, schaute sich mit seiner Familie in der Großstädtelner Kirche um. Er hatte 1975 die schmiedeeisernen Arbeiten am Kreuzweg ausgeführt. "Herr Herbert lieferte uns weitere Informationen für die Künstlerstube", sagt Benedix zufrieden.

Eröffnet wurde die Künstlerstube beim Kirchgemeindefest im Juni. Übrigens das Erste, das die hiesige Kirchgemeinde und die Martin-Luther-Kirchgemeinde Markkleeberg in Großstädteln feiern konnten. Der Grund ist ganz profan: Die Kirche hat erst im Zuge der jüngsten Sanierung eine Toilette bekommen. Finanziert wurde die insgesamt rund 150 000 Euro teure Baumaßnahme aus dem Fördertopf "Soziale Stadt".

Die Künstlerstube soll beim Tag der offenen Kirche, bei Lesungen und Konzerten künftig für Besucher offen stehen. Bendix wird als Kurator Kirche und Künstlerstube fachkundig betreuen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 01.07.2015
Ulrike Witt

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