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Markkleeberg Künstlertochter spendet Bild für Wiederaufbau der Tellschützer Kirche
Region Markkleeberg Künstlertochter spendet Bild für Wiederaufbau der Tellschützer Kirche
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00:42 24.07.2015
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Unter den Besuchern werden Ingrid und Volker Kuhnt sein. Das Schkeuditzer Ehepaar möchte beim Wiederaufbau des 500 Jahre alten Kleinodes helfen und stiftet ein Bild aus dem Nachlass des Malers Heinz Mutterlose.

"Als wir am 10. Januar über die Medien von der Katastrophe gehört haben, waren wir berührt", erinnert sich Ingrid Kuhnt, die Tochter von Heinz Mutterlose. Ihr Mann ergänzt: "Wir sind zwar keine Christen, aber wenn wir irgendwohin fahren, gehören Kirchen für uns zum festen Programm." Dass sie das wegen seiner fast komplett erhaltenen Wandmalereien und Emporen im Rokokostil kulturhistorisch wertvolle Gotteshaus nicht vor dem Brand besucht haben, ärgert Kuhnts. "Wir wussten ehrlich gesagt gar nicht, dass es Tellschütz gibt", gesteht Volker Kuhnt. Kurz nach dem Brand seien sie dann in den Zwenkauer Ortsteil gefahren und vom Ausmaß der Zerstörung betroffen gewesen.

"Als wir vom Wiederaufbau und der Spendensammlung erfahren haben, reifte sehr schnell der Gedanke, etwas beitragen zu wollen", sagt Ingrid Kuhnt. Zumal sie vor drei Jahren bei einer Ausstellung der Werke von Heinz Mutterlose in der Lehmhaus Galerie mit vielen Leuten aus Zwenkau und den umliegenden Orten ins Gespräch gekommen seien. "Wir hatten das Bedürfnis der Region etwas zurückzugeben", sagt Volker Kuhnt. Dass sie ein Bild aus dem Tausende Aquarelle, Ölgemälde und Lithografien umfassenden Nachlass ihres 1995 verstorbenen Vaters zur Verfügung stellt, lag nahe. In Galeristin Catherine Scholz fanden sie eine Verbündete. Sie hat vor Monaten schon eine andere Spendenaktion initiiert: Wie berichtet, gehen von jeder, an den beiden Zwenkauer Kunstautomaten gezogenen Kunstschachtel 50 Cent an die Kirchgemeinde. Scholz wählte mit Kuhnts schließlich das "Stillleben mit Kanne", 50 mal 70 Zentimeter groß, aus.

Jetzt drücken alle Drei ganz fest die Daumen, dass sich ein Käufer findet, vielleicht schon am Sonntag ab 10 Uhr bei der Sommerkirche. Der Preis beträgt 420 Euro. "Wir hätten aber nichts dagegen, wenn jemand mehr zahlt. Schließlich kommt jeder Cent der Tellschützer Kirche zugute", betont Volker Kuhnt.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 22.07.2015
Ulrike Witt

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