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Markkleeberg Kulturinitiative Zwenkau feiert 10. Geburtstag
Region Markkleeberg Kulturinitiative Zwenkau feiert 10. Geburtstag
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11:06 20.05.2015

Diesmal steht aber nun die Kulturinitiative im Mittelpunkt. Am 16. März 2003, also vor genau zehn Jahren, gründeten Steffen Wieser, Suse Schönherr, Alexander Wagner und weitere Unerschrockene den Verein. Ihr Ziel: Das kurz vor dem Abriss stehende Kino retten und als Kulturstätte zu neuem Leben erwecken.

"Am Anfang waren wir ungeheuer enthusiastisch", sagt Wieser und schmunzelt. Er erinnert sich noch gut, wie er 2002 ins Rathaus gegangen ist, um sich den Schlüssel - "nur mal zum Angucken" - zu holen. Wie Wieser waren die meisten Vereinsgründer Zugezogene, die in der kulturellen Wüste eine Oase schaffen wollten. "Schon beim ersten Rundgang hatten wir viele Ideen, aus denen dann schnell ein Konzept werden musste", erzählt er.

Als erstes wurde der Verein aus der Taufe gehoben, um das Vorhaben rechtlich auf stabile Füße zu stellen. Der damalige Bürgermeister Herbert Ehme habe "den hoffnungsvollen jungen Leuten" parallel die Möglichkeit gegeben, ihr Projekt dem Stadtrat vorzustellen. "Am 31. Dezember 2003 haben wir schließlich ganz offiziell den Schlüssel von der Stadt bekommen und noch am Silvesterabend lief der erste Film im Saal", berichtet Wieser.

Danach begann die eigentliche Arbeit mit unzähligen ehrenamtlichen Einsätzen und der nicht enden wollenden Spendensuche. "Inzwischen sind über 35000 Arbeitsstunden zusammengekommen, geleistet von Vereinsmitgliedern, Freunden und anderen Helfern", sagt Wieser. Und auch die Investitionen ins Haus haben sich auf mittlerweile über 100000 Euro summiert.

"Nach der Aufbruchstimmung der ersten Jahre hat es auch harte Zeiten gegeben, in denen nicht nur das Geld knapp wurde. Wir haben ja alle einen Beruf und Familie", so Wieser. Dennoch hat die Kulturinitiative ihr Ziel nicht aus den Augen verloren, was jährlich rund 50Veranstaltungen, darunter Konzerte und Filmabende, eindrucksvoll belegen.

Mit Hilfe des Förderprogramms Stadtumbau Ost, über das 464000 Euro in das 1927 errichtete Haus in der Hugo-Haase-Straße fließen sollen, geht die Sanierung 2014 in die finale Phase. "Ich denke, dass wir 2016 bis auf kleine Verschönerungen wie Vorhänge und Beläge fertig sind", so der Vorsitzende.

Morgen soll aber erst einmal gefeiert werden. Ab 20 Uhr gibt es Swing, Latin und Groove mit "Trioconnstellation" und 50 Liter Freibier für alle.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 15.03.2013

Ulrike Witt

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Ulrike Witt

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