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Markkleeberg Kulturkalender 2018 in Arbeit
Region Markkleeberg Kulturkalender 2018 in Arbeit
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07:00 07.09.2017
Vorbereitung: Jörg Hasse, Ingrid Diestel und Matthias Wuttig (von links) bei der Auswahl der Monatsbilder für den Kulturkalender. Quelle: André Kempner
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Markkleeberg

Mit dem Kulturkalender 2018 will sich der neu gegründete Förderkreis Kulturgeschichte Markkleeberg vorstellen. Vereinsvorsitzende Evelin Müller, Stellvertreterin Ingrid Diestel und Schatzmeister Jörg Hasse haben es sich zur Aufgabe gemacht, die weniger bekannten Stadtgeschichten einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Ihr Erstlingswerk wollen sie der Markkleeberger Musikgeschichte widmen. Musiker und Komponisten, die einst hier lebten, werden mit Vita und Adresse zu finden sein.

„Ganz neu sind wir eigentlich nicht“, sagt Hasse schmunzelnd, „wir sind die Nachfolger vom Förderverein Westphalsches Haus.“ Das Kleinod in der Dölitzer Straße hatte die Stadt zum Verdruss vieler Kunstfreunde Ende 2015 geschlossen, dieses Jahr wurde die Fabrikantenvilla aus den 1920er Jahren nun an ein Leipziger Arztehepaar verkauft (die LVZ berichtete). Für Müller, Diestel und Hasse hat sich mit dem Umzug der Kultur ins Weiße Haus zwar der Ort, nicht aber ihr Interesse verändert.

„Markkleeberger Musikgeschichte 2018“ wird der Kalender heißen, der Anfang Oktober für „unter zehn Euro“ in den Verkauf gehen soll. Beim Blättern werden einem unter anderem Otto Valentin, von 1564 bis 1594 Thomaskantor in Leipzig, begegnen, Professor Rudolf Eller, im vergangenen Jahrhundert Musikwissenschaftler und Bachforscher unter anderem an den Universitäten Leipzig und Wien, sowie Professor Werner Neumann, der 1951 das Bach-Archiv in Leipzig gegründet hat.

Aktuell arbeitet der Verein an der Gestaltung. Unterstützt wird er von Fotograf Matthias Wuttig, der die Häuser der Musiker abgelichtet hat. „Wir hoffen, dass der Kalender bei den Bürgern ankommt“, sagt Diestel. Sie hat auch schon die nächste Idee: „Die Markkleeberger Musiker kann ich mir auch gut als thematische Tour bei der Sieben-Seen-Wanderung vorstellen. Der Kalender wäre die ideale Vorlage.“ Hasse wiederum träumt davon, Straßen nach bedeutenden Markkleeberger Musikern zu benennen: zum Beispiel nach Professor Hans Hofmann, bis 1933 Kantor der Universitätskirche St. Pauli in Leipzig.

Von Ulrike Witt

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