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Markkleeberg Kulturkino Zwenkau soll am 24./25. März wieder eröffnen
Region Markkleeberg Kulturkino Zwenkau soll am 24./25. März wieder eröffnen
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09:25 06.12.2016
Es geht voran: Auf dem Rang wurden gestern Spanplatten verlegt, im Saal unten der Heizestrich vorbereitet. Quelle: Andre Kempner
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Zwenkau

Im Kulturkino geben sich die Handwerker sprichwörtlich die nicht vorhandenen Klinken in die Hand. Nach fast anderthalb Jahren Sanierung ist das denkmalgeschützte Haus in der Hugo-Haase-Straße noch immer eine Baustelle. Aber nicht mehr lange: Voraussichtlich am 24./25. März soll Wiedereröffnung gefeiert werden. Eigentlich war die schon für November geplant gewesen.

„Wir sind aus dem Gröbsten raus“, versicherte der Vorsitzende des Trägervereins Kulturinitiative Zwenkau, Steffen Wieser, gestern nach der Bauberatung. Beim Blick in den großen Saal konnte man es kaum glauben. „Die Fußbodenheizung ist vorbereitet. Dienstag kommt der Heizestrich als sichtbare Abschlusslage, speziell behandelt und poliert in dunklem Grau drauf“, beruhigte Wieser. Noch vor Weihnachten folge der Estrich im Foyer. „Bis zum Fest wird der Fußbodenaufbau im kompletten Erdgeschoss fertig“, betonte er. Die Weihnachtsferien kämen dann fürs Austrocknen gerade richtig, danach könne gemalert werden.

Auf dem Rang wurden gestern Grobspanplatten verlegt und der letzte Lüftungskanal gezogen. „Die Kabel sind drin, das Geländer dran. Damit ist dieser Bereich begehbar“, erläuterte Wieser. Anfang Januar könne der Einbau des Parketts beginnen, in Eigenleistung durch die Vereinsmitglieder um Geld zu sparen. Das Parkett hat eine Vorgeschichte. „Wir haben es 2005/06 aus der Badmintonhalle geborgen. Jetzt wird es in der Diakonie-Werkstatt in der Demmeringstraße in Leipzig aufbereitet“, berichtete Wieser.

Ausgelöst seien bereits die Bestellungen für die Fensterbänke sowie die restlichen Innen- und Außentüren. „Die werden im Januar eingesetzt“, so Wieser. Geordert seien auch 250 neue Stühle für den Saal, geliefert würden sie im Februar. Wie berichtet, sammelt die Kulturinitiative seit Monaten unter dem Motto „13 Jahre Plastikstühle sind genug“ Geld für neue Bestuhlung. „Die Resonanz ist überwältigend. Das spricht für eine große Identifikation mit dem Haus. Bis heute gehen täglich Spenden von Firmen und Privatleuten ein. Inzwischen sind knapp 25000 Euro zusammengekommen“, freut sich Wieser. Dabei sind auch die 500 Euro, die der Leiter der Mitgas-Kommunalbetreuung, Thilo Schröter, gestern im Beisein von Bürgermeister Holger Schulz (CDU) im Kulturkino an Vorstandsmitglied Susanne Schönherr überreichte.

„Wir leben und arbeiten in und für die Region. Es ist uns ein Anliegen, den Menschen etwas zurückzugeben“, betonte Schröter. Die Kulturinitiative im Rahmen der Weihnachtsspendenaktion zu bedenken, helfe der Stadt und dem Verein. „Die Kulturinitiative ist uns durch ihr soziales Engagement aufgefallen. Wenn in Zwenkau Unterstützung gebraucht wird, sind die Mitglieder immer da. Das hat uns beeindruckt“, begründete die zuständige Kommunalbetreuerin Konstanze Lange.

Anerkennung, aber auch Verpflichtung für die Kulturinitiative: „Die Zwenkauer haben eine große Erwartungshaltung. Die scharren schon mit den Füßen, warten, dass sie endlich ins Kulturkino können“, weiß Wieser. Angesichts über einer Million Euro, die seit 2003 in Form von Geld- und Sachleistungen in die Sanierung des Hauses geflossen sind, sei dies verständlich. „Wir müssen uns jetzt darum kümmern, wie es ab April mit der Bewirtschaftung weitergeht. Allein im Ehrenamt wird die Herausforderung nicht zu bewerkstelligen sein“, so Wieser.

Unter Druck steht die Kulturinitiative auch hinsichtlich der Kosten: Inklusive des durch die Stadt bewilligten Nachtrages von 120 000 Euro stehen für die laufende Sanierung insgesamt rund 780 000 Euro zur Verfügung. Davon sind 85 Prozent Mittel aus dem Förderprogramm Stadtumbau Ost. „Das wird eng. Wir haben noch vor Weihnachten dazu einen Termin im Rathaus und werden wohl auch die Fliesen selbst verlegen müssen“, kündigte Wieser an.

Von Ulrike Witt

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