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Markkleeberg Kunst als Brücke ins Leben
Region Markkleeberg Kunst als Brücke ins Leben
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07:00 25.03.2017
Kunst kann ein Ventil sein: Die Markkleebergerin Peggy Kielhorn bildet ab Juni die ersten 16 Kunsttherapeuten an ihrem Ikusa-Institut aus. Quelle: Andre Kempner
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Markkleeberg

„Jeder Mensch hat die Fähigkeit kreativ zu sein, jeder hat Bilder in sich. Wenn unser Denken, Fühlen und Handeln in Lebenskrisen blockiert ist, kann Kunsttherapie eine Brücke zurück ins Leben sein“, sagt Peggy Kielhorn. Die 38-jährige Markkleebergerin will die Kunsttherapie in Mitteldeutschland als eigenständige Therapieform stärker etablieren. Deshalb hat sie im vergangenen Jahr das Institut für Kunsttherapie Sachsen, kurz Ikusa, gegründet. Neben Einzelseminaren bietet sie ab Juni mit einem erfahrenen Team von 18 Dozenten eine selbst konzipierte, vierjährige berufsbegleitende trauma- und körperorientierte Ausbildung für Kunsttherapeuten an.

„Kunst hat mich eigentlich mein ganzes Leben begleitet. Die Kunsttherapie habe ich dann beim Pädagogik-Studium an der Universität Leipzig in einer studentischen Selbsterfahrungsgruppe kennen gelernt. Das war eine ganz wunderbare Lebensbegleitung“, sagt Kielhorn. Gerade für junge Leute sei dies eine kreative Möglichkeit, ein Ventil für Stress im Alltag zu finden. Dennoch habe sie nach dem Studium noch einige Jahre gebraucht, bis ihr klar gewesen sei, dass das ihr Berufsweg sein wird.

Die Zeit hat Kielhorn genutzt, um im Brandenburgischen selbst eine Kunsttherapieausbildung zu absolvieren. „In unserer Region gab es damals leider nichts Adäquates“, sagt die gebürtige Leipzigerin. Damit war die Idee, selbst ein Institut zu gründen, geboren. Bis zur Umsetzung dauerte es aber noch einmal. „Allein von der Ikusa-Gründung Anfang 2016 samt Anerkennung durch den Berufsverband bis zum Start des ersten Ausbildungsganges mit 16 Leuten brauchte es weit über ein Jahr“, erklärt Kielhorn.

Ein Schwerpunkt war die Suche nach passenden Räumlichkeiten. Denn noch immer hat Kielhorn kein eigenes bezahlbares Objekt im Raum Leipzig gefunden. Bis dieser Traum wahr wird, „am liebsten in Seenähe“, geht sie mit ihren Studenten „fremd“, wie sie schmunzelnd sagt. Das Kulturdenkmal Appenhof bei Dresden, das Künstlergut Prösitz bei Mutzschen und das Seminarhaus Bernbruch bei Bad Lausick seien vorerst je nach Seminarausrichtung die Unterrichtsorte.

Wer sich für die Ausbildung – Kosten 275 Euro pro Monat – interessiert, kann sich unter www.institut-ikusa.de in die Warteliste für den Start 2018 eintragen.

Von Ulrike Witt

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