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Markkleeberg LMBV: Rodung am Zwenkauer See läuft planmäßig
Region Markkleeberg LMBV: Rodung am Zwenkauer See läuft planmäßig
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13:59 19.05.2015
Der Zwenkauer See wird für die Freigabe im Mai vorbereitet: Ein Bagger holt Gehölz am Nordufer aus dem Wasser. Quelle: André Kempner

Noch bis Ende März werden diese im Auftrag des Tagebausanierers Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbauverwaltungsgesellschaft (LMBV) auf rund 215 Hektar Fläche abgeholzt beziehungsweise gekürzt.

"Die Rodung läuft planmäßig. Dank des milden Winterwetters kommen wir gut voran", erklärt LMBV-Sprecherin Claudia Gründig bei einem Vor-Ort-Termin am Nordufer. In Sichtweite arbeitet sich ein auf einer Pontoneinheit installierter Bagger Typ Mecalac durch das Gestrüpp. Übers Wasser geschoben wird dieser von zwei Beibooten mit einer Leistung von 73 PS, begleitet von einer Pontoneinheit für den Holztransport.

"Die Bäume werden auf einer Wasserhöhe von 110,5 Meter gekappt, das heißt etwa zwei Meter unter der künftigen Wasseroberfläche, so dass sie für Boote und Wassersportler keine Gefahr mehr darstellen", erläutert Gründig. Aktuell liege der Wasserstand des Zwenkauer Sees übrigens bei 111,74 Metern. Entfernt werde jetzt Wildanflug von Jungbäumen und Sträuchern, vor allem Aspen, Birken, Weiden und Sanddorn.

Im Uferbereich ist auch ein Amphibienbagger namens Big Float im Einsatz, dieser beseitigt den flächigen Gehölzbestand. Mit einer zweiten Arbeitseinheit bestehend aus Pontons und einem Bagger Typ Doosan sollen Bäume und Sträucher gemäht werden. Das besondere: Diese Einheit ist mit GPS ausgestattet und fährt anhand der vorgegebenen Daten die zu holzende Fläche ab. Am Ufer wird das gesamte Material per Langstielbagger entladen und gesammelt, später zu Holzhäckseln verarbeitet.

Um Pontons, Bagger und Amphibienfahrzeuge für die Rodung aufs Wasser zu bringen, musste die LMBV vorab die wasserrechtliche Erlaubnis einholen, Sachverständige verschiedene Sicherheitsnachweise für die Großgeräte erbringen. Ende 2014 sei der Einsatz von der Landesdirektion Sachsen als zuständiger Schifffahrtsbehörde genehmigt worden, berichtet Gründig. Für die zweite Arbeitseinheit liege der Antrag noch bei der Landesdirektion. "Wir rechnen in den nächsten Wochen mit der Genehmigung. Diese wird dann am nordöstlichen Ufer eingesetzt", kündigt die LMBV-Sprecherin an. Zudem werde Anfang Februar eine Reserveeinheit erwartet, damit das Projekt Rodung selbst im Fall technischer Probleme ohne Zeitverzug zu Ende gebracht werden kann.

Bereits abgeschlossen ist laut Gründig die im September begonnene landseitige Holzung auf rund 180 Hektar. Die Kosten für die Rodung belaufen sich auf insgesamt rund 800 000 Euro. Begleitet werde die gesamte Maßnahme durch eine ökologische Bauüberwachung.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 24.01.2015
Ulrike Witt

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