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Markkleeberg LVB: Umstieg von Tram auf Stadtbus soll leichter werden
Region Markkleeberg LVB: Umstieg von Tram auf Stadtbus soll leichter werden
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07:00 23.08.2017
Am Schillerplatz in Markkleeberg-Ost kreuzen sich mit den Linien 11 und 106 Straßenbahn und Bus. Quelle: Andre Kempner
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Markkleeberg/Leipzig

Silvia Schreiber ist verärgert. Überall werde mit den Vorzügen des öffentlichen Personennahverkehrs geworben, von der Vernetzung der unterschiedlichen Verkehrsmittel gesprochen. Die Realität sehe derweil ganz anders aus.

„In der Straßenbahnlinie 11 wird auf alle möglichen Umstiegsvarianten hingewiesen, aber nicht auf den Markkleeberger Stadtbus, die Linie 106“, schimpft die Seniorin. Hinzu käme, dass Straßenbahn und Bus nicht aufeinander warten. „Mein Lebensgefährte ist behindert. Uns ist es schon oft passiert, dass wir an der Straßenbahnschleife am Schillerplatz in Markkleeberg-Ost die Bahn oder den Bus haben wegfahren sehen“, klagt sie. Ein Straßenbahnfahrer, dem Schreiber ihr Problem vorgetragen hat, habe ihr lapidar geantwortet, die 11 und die 106 würden von zwei verschiedenen Unternehmen, den Leipziger Verkehrsbetrieben (LVB) und der Regionalbus Leipzig GmbH, betrieben, ergo müssten sie weder aufeinander hinweisen, geschweige denn den Fahrplan abstimmen.

Im Dezember 2015 war der Markkleeberger Stadtbus eingeführt und als wichtige Errungenschaft groß gefeiert worden (die LVZ berichtete mehrfach). Die Linie verbindet seither auf kurzem Weg die Ortsteile Markkleeberg-West und -Ost, Wachau sowie Auenhain einschließlich Cospudener und Markkleeberger See. Für Bürger im östlichen Teil Markkleebergs, wie Schreiber, ist der Stadtbus abgesehen von Auto und Fahrrad die einzige Verbindung in die Stadtmitte zu Rathaus und S-Bahn.

„Auf die Ansagen in den LVB-Fahrzeugen haben wir keinen Einfluss. Und die LVB auch nicht bei uns“, erklärt Thomas Fröhner vom Betreiber Regionalbus. Beide Unternehmen arbeiteten mit verschiedenen Betriebsleitsystemen. „Unser Busfahrer kennt den Fahrplan der 11 nicht und andersrum dürfte das genauso sein. Umstiegsbeziehungen zwischen der 11 und der 106 sind bislang überhaupt nicht definiert“, macht er deutlich. Vielleicht werde das mit der Echtzeitanzeige besser. „Davon sind wir aber noch Welten entfernt. Das hieße, dass die Unternehmen per Datendrehscheibe verbunden sein müssen“, erläutert Fröhner.

Die LVB wollen das Problem kurzfristiger angehen: „Es muss an dieser Stelle eine übergreifende Fahrgastinformation geben. Daher werden wir in den nächsten Monaten prüfen, welche Umsteigemöglichkeiten zu anderen Verkehrsunternehmen bisher noch nicht angesagt werden und diese zum Fahrplanwechsel im Dezember ergänzen“, teilt LVB-Sprecher Marc Backhaus mit. Inwieweit der Bus auf die Straßenbahn warten kann, müsse das Busunternehmen beantworten. Fröhner meint: „Die Fahrer können natürlich guten Willen zeigen und, so lange der Fahrplan nicht durcheinander gerät, kurz auf die Fahrgäste warten.“

Von Ulrike Witt

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