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Laga-Bewerbung: Mit einem vierblättrigen Kleeblatt zum Erfolg

Laga-Bewerbung: Mit einem vierblättrigen Kleeblatt zum Erfolg

Mit einem vierblättrigen Kleeblatt als Logo will die Stadt Markkleeberg ihrem Glück auf die Sprünge helfen. Oberbürgermeister Karsten Schütze und Landschaftsarchitekt Dirk Seelemann stellten gestern das Logo für die Bewerbung um die Landesgartenschau (Laga) 2019 und die zu entwickelnden Flächen vor.

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Oberbürgermeister Karsten Schütze (links) und Dirk Seelemann stehen mit einem Plakat des Logos vor einem der Eingänge zum Laga-Gelände.

Quelle: André Kempner

Markkleeberg. Mit 15 Hektar Größe ist das jetzt ausgewiesene Areal deutlich kleiner als noch bei der Bewerbung vor vier Jahren für die Laga 2015. "Jetzt sind die Flächen eingegrenzt, die einen erheblichen Entwicklungsbedarf haben", betonte Schütze. Das vom Büro Seelemann Landschaftsarchitekten entworfene Konzept beinhaltet die Flächen zwischen Musikschule und Kleingartenanlage Eintracht, schließt den Rathausplatz, die Kleingartenanlage Agra und den Festanger bis zur Ökoschule ein. Auf der anderen Seite der B2 umfasst das geplante Laga-Gelände den früheren Maschinenvorführring, auf dem in den vergangenen Jahren beispielsweise die Völkerschlacht nachgestellt wurde. Im Zentrum dieser Fläche soll nach Aussage von Seelemann die Blumenhalle entstehen. Bis zum Hallengelände nördlich der Auenkirche reicht das Areal, das für die Gartenschau entwickelt werden soll.

"In den Bereichen haben wir viele Flächen, die entweder brach liegen oder einen hohen Versiegelungsgrad haben", erklärte Schütze. Am Festanger gebe es noch ungenutzte Betriebsflächen, in Richtung Markkleeberg Ost viele Hallen, die in einem desolaten Zustand seien. Eben dieses gesamte Areal trenne Markkleeberg West und Ost "in unansehnlicher Weise". Das solle mit der Laga endlich geändert werden. Das Gelände verbinde die beiden Teile der Stadt dann miteinander. "Notwendig dafür ist eine weitere Brücke, die südlich des Wehrs über die B2 führen wird", erläuterte Seelemann. Sowohl die Ökoschule als auch der Reitverein seien optionale Flächen, die bei Bedarf, sprich bei riesigem Besucherandrang, noch mit genutzt werden könnten.

Die angestrebte Verbindung von Ost und West spiegelt auch das Logo wider, das in seiner Grundform an das von vor vier Jahren erinnert. Mit den blauen "Klee-Blättern" soll nach Aussage des Rathauschefs die Verbindung von Cospudener und Markkleeberger See verdeutlicht werden. Die grünen Blätter stehen hingegen für das Stadtgrün und die Parkanlage. "Die Stadt wächst zusammen, das zeigt das Logo sehr schön", so Schütze. Bei der Bewerbung hat die Stadt vor allem viel Wert auf die nachhaltige Nutzung des Geländes gelegt. So könne die Blumenhalle nach der Laga als Reithalle genutzt werden, der Maschinenvorführring werde zum Veranstaltungsareal und die Parkplatzflächen in Markkleeberg Ost zum Bauplatz für Wohnhäuser.

Zehn Millionen Euro will die Stadt in die Entwicklung zum Gartenschau-Gelände investieren, größter Posten dabei ist mit rund 3,5 Millionen Euro der Bau der Fußgängerbrücke. Diese Summe solle laut Schütze möglichst über Fördergelder zusammenkommen.

Schütze und die Stadtverwaltung rechnen sich diesmal gute Chancen für eine erfolgreiche Bewerbung aus. "Wir haben ein attraktives Konzept und empfehlen uns auch mit einer excellenten Infrastruktur", begründet er den Optimismus. Das mitteldeutsche S-Bahn-Netz und die Autobahnen A72 und A38 würden Markkleeberg hervorragend anbinden. Zudem gebe es zahlreiche Parkplätze im direkten Eingangsbereich in Markkleeberg Ost, so dass ein Shuttle-Verkehr nicht notwendig sei. Zudem gebe es keinen Mitbewerber aus dem Landkreis Leipzig.

Am Donnerstag, 13. März, werden die detaillierten Pläne um 19 Uhr im Großen Lindensaal den Markkleebergern vorgestellt, am 19. März wird dann der Stadtrat über die endgültige Bewerbungsmappe entscheiden.

 

 

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 06.03.2014
Julia Tonne

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