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Markkleeberg Lagovida: Naturschutz im Blick
Region Markkleeberg Lagovida: Naturschutz im Blick
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16:11 19.05.2015
Jeder Baufortschritt im Ferienresort Lagovida am Störmthaler See wird unter ökologischen Aspekten betrachtet. Quelle: André Kempner

"Uns geht es darum, die Natur so wenig wie möglich zu stören", erklärt Ludewig. Deshalb sei er sehr dankbar für die Unterstützung von Seiten der Station. "Herr Krug macht uns und die Bauarbeiter schon mal darauf aufmerksam, dass Sandhaufen nicht allzu lange liegen bleiben, sonst finden Schwalben Gefallen daran und ziehen ein", so Ludewig. Dann allerdings können die Hügel nur noch schwer abgetragen werden, erst recht nicht, wenn die Vögel brüten. "Im Auftrag der Gemeinde Großpösna trage ich Sorge dafür, dass keine geschützten Tiere zu Schaden kommen", erklärt Krug seine Aufgabe. Er gebe Hinweise, wo und wie lange nicht gebaut werden dürfe.

Um das Lagovida-Resort in die vorhandene Landschaft einzupassen, werden alle Gebäude begrünte Dächer bekommen. Und für die Befestigung der Wege sollen naturgetreue Materialien wie Schotter und Mulch eingesetzt werden. "Die Häuser selbst bekommen später eine Inneneinrichtung mit viel Holz", sagt Ludewig. Und noch etwas gehört zu den ökologischen Betrachtungen während der Bauphase dazu: Sämtliche Dünenhäuser sind bei Fertigstellung der Ferienanlage mit Sonnenkollektoren ausgestattet, so dass warmes Wasser selbst produziert wird.

Im zweiten Quartal kommenden Jahres soll das Resort seine Eröffnung feiern können, erste Buchungen sind bereits ab Oktober möglich. Wie berichtet entstehen derzeit ein Hotel, 23 Dünen- und sieben doppelte Hafenhäuser. Letztere wurden auf Stahlträger gesetzt und stehen bald zur Hälfte im Wasser. Zwar erscheint die Baustelle derzeit nicht so, als wäre mit einer Eröffnung im nächsten Jahr zu rechnen, "aber die Häuserteile werden gerade alle parallel hergestellt, so dass wir diese bald nur noch zusammenbauen müssen", erklärt der Lagovida-Geschäftsführer.

Erste Anfragen sind bei ihm auch schon eingetrudelt. So will im Frühjahr ein Senior seinen 70. Geburtstag feiern. In den nächsten Tagen kommt auf Ludewig vor allem die Preisfindung zu - sowohl für die Ferienhäuser, als auch für Hotel und Gastronomie. Dann könne er bei Messen konkret mit Angeboten werben. Womit er jetzt schon auf Werbetour geht, sind die Freizeitmöglichkeiten, die so weit wie möglich naturbelassen sein sollen. Im angrenzenden Wäldchen auf der Halbinsel entsteht nach seinen Aussagen ein Kletterpark für Kinder, "aber nicht mit Metallstangen und ähnlichem", stellt er klar. Das Wäldchen diene als Abenteuerspielplatz, "auf dem auch Regenwürmer ihren Platz haben".

Dass die Natur neben der Erholung auch zukünftig eine große Rolle spielt, dafür soll, wenn es nach Ludewig geht, Krug mit geführten Touren sorgen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 06.08.2013

Julia Tonne

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