Volltextsuche über das Angebot:

7 ° / 3 ° Gewitter

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Landesdirektion: Nass-Kiesabbau

Kiestagebau Landesdirektion: Nass-Kiesabbau

Dämpfer für die Mitteldeutsche Baustoffe GmbH (MDB): Die Landesdirektion Sachsen lässt den beantragten Nass-Kiestagebau nur im Bewilligungsfeld Zitzschen zu. Die Ausdehnung auf das Feld Großdalzig wird abgelehnt. Allerdings ist das Ergebnis des Raumordnungsverfahrens, das am Montagvormittag bekanntgegeben wurde, keine abschließende Entscheidung. Diese trifft letztlich das Oberbergamt.

Zwenkau. Dämpfer für die Mitteldeutsche Baustoffe GmbH (MDB): Die Landesdirektion Sachsen lässt den beantragten Nass-Kiestagebau nur im Bewilligungsfeld Zitzschen zu. Die Ausdehnung auf das Feld Großdalzig wird abgelehnt. Allerdings ist das Ergebnis des Raumordnungsverfahrens, das am Montagvormittag bekanntgegeben wurde, keine abschließende Entscheidung. Diese trifft letztlich das Oberbergamt.

„Der Abbau im Nassgewinnungsverfahren im Feld Zitzschen ist unter bestimmten Maßgaben raumverträglich, der Aufschluss des Feldes Großdalzig wird hingegen als raumunverträglich abgelehnt“, heißt es in der Mitteilung der Landesdirektion. Anstelle der von der MDB vorgesehenen Abbaufläche von zirka 174 Hektar zwischen Knautnaundorf, Zitzschen, Kitzen und Kleinschkorlopp dürfen nach Ansicht der oberen Raumordnungsbehörde nur 97 Hektar bergbaulich genutzt werden. Die Dauer des Kiesabbaus wird von 41 auf 23 Jahre verkürzt. Zudem soll das Unternehmen mindestens 20 Hektar hochwertigen Ackerboden rekultivieren.

„Damit und mit der Beschränkung auf das Feld Zitzschen trägt die Landesdirektion der großen Bedeutung der Landwirtschaft auf fruchtbaren Böden in diesem Raum Rechnung“, betont die Behörde. Und es gibt noch eine Auflage: Die MDB soll gemeinsam mit den betroffenen Kommunen Leipzig, Zwenkau und Pegau Lage und Folgenutzung für die beiden neu entstehenden Restseen festlegen sowie den Saugraben zwischen Kitzen und der Weißen Elster in seiner hydrologischen und ökologischen Bedeutung erhalten.

In Zwenkau wurde das Ergebnis mit gemischten Gefühlen aufgenommen. „Positiv ist, dass erst einmal das Abbaufeld Großdalzig abgelehnt wurde. Nicht gut finde ich die Zustimmung zum Nassabbau. Ich denke, hier werden wir gemeinsam mit Leipzig und Pegau noch mal den großen Hebel ansetzen“, sagte Bürgermeister Holger Schulz (CDU). Wie berichtet, gibt es einen Leipziger Stadtratsbeschluss vom Juni, wonach die Messestadt bei einem Ja zum Nassabbau mit den anderen beiden Kommunen klagen will. Allerdings erst nach Vorliegen des Planfeststellungsbeschlusses, so Schulz.

Die Zitzschener Landwirtin Anja Becker meinte: „Absolut unverständlich, hier wird mit unterschiedlichen Maßstäben gemessen. Die Rekultivierung bringt uns erst mal gar nichts, die Flächen sind auf Jahrzehnte verloren. Außerdem glaube ich nicht, dass wir die Chance haben, unser Land wiederzubekommen. Kleine Privatunternehmen ziehen immer den Kürzeren.“ Wie andere Betroffene werde sie sich jetzt anwaltlichen Rat holen.

Trotz Dämpfer optimistisch zeigte sich MDB-Geschäftsführer Thomas Jung in Petersberg bei Halle: „Deutlich besser als ein kategorisches Nein. Ich sehe das Ergebnis als vernünftigen Kompromiss, über den es sich lohnt, ernsthaft nachzudenken. Auch wenn wir unsere Pläne bei einer Reduzierung der Fläche ändern müssen.“ Jung sieht die Beurteilung als Bekenntnis zum Kiesabbau in der Region. „Es gibt in und um Leipzig einen riesigen Bedarf an Kiesen und Sanden, das darf nicht vergessen werden. Und spätestens Mitte 2017 wird das Kieswerk in Rehbach geschlossen“, sagte er.

Gleichzeitig erinnerte Jung daran, dass das abgeschlossene Raumordnungsverfahren nur ein Schritt und keine Genehmigung ist. „Die Landesdirektion hat ein gewichtiges Wort, die Entscheidung fällt aber das Oberbergamt in Freiberg. Und bis es so weit ist, können Jahre vergehen, noch ist nicht einmal das Planfeststellungsverfahren eröffnet“, so der MDB-Chef.

 

 

 

 

Von Ulrike Witt

Zitzschen 51.2202836 12.2676137
Zitzschen
Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Markkleeberg
Markkleeberg in Zahlen

Bundesland: Sachsen

Landkreis: Leipzig

Fläche: 31,36 km²

Einwohner: 24.240 Einwohner (Dezember 2015)

Bevölkerungsdichte: 773 Einwohner/km²

Postleitzahl: 04416

Ortsvorwahlen: 034297, 034299, 0341

Stadtverwaltung: Rathausplatz 1, 04416 Markkleeberg

Ein Spaziergang durch die Region Markkleeberg
  • Zeitung in Schulen

    Herzlich willkommen bei den Schulprojekten der Leipziger Volkszeitung und ihrer Regionalausgaben. mehr

  • Leserreisen
    Leserreisen

    Kreuzfahrt in der Karibik, Städtetour durch die Toskana oder Busreisen in Deutschland - die Leserreisen der LVZ bieten für jeden Anspruch genau das... mehr

  • LVZ-Kreuzfahrtmesse
    Infos zur LVZ-Kreuzfahrtmesse

    Willkommen an Bord: Am 22. Oktober 2017 luden LVZ und Vetter Touristik zur 1. Kreuzfahrtmesse ein. Hier gibt es einen Rückblick. mehr

  • LVZ-Fahrradfest 2018
    Logo LVZ-Fahrradfest

    Das 14. LVZ-Fahrradfest lädt am 29. April 2018 wieder Radler ein, gemeinsam in die Pedalen zu treten. Alle Infos zum Event finden Sie in unserem Sp... mehr

  • VDE 8 - Alle Infos und Fakten

    Am 10. Dezember eröffnete Deutschlands größte Bahnbaustelle, das Verkehrsprojekt Deutsche Einheit Nr. 8 - hier gibt es Infos, Hintergründe und Foto... mehr

  • Panometer Leipzig - Dresden
    Panometer Leipzig: Alle Infos zum "Titanic" und den weiteren Panoramaprojekten von Yadegar Asisi

    Erfahren Sie im Special von LVZ.de alles zu den Panoramen "Titanic" und "Dresden im Barock" mehr

  • Zoo Leipzig
    Zoo Leipzig

    Infos und Events aus dem Zoo Leipzig sowie zahlreiche Bilder aller Vierbeiner und der geflügelten Zoobewohner. mehr

  • Jahrtausendflut 2002

    Entlang von Mulde, Elbe und Pleite brach im August 2002 eine verheerende Flutkatastrophe herein. Die LVZ zeigt eine Bestandsaufnahme. mehr

14.01.2018 - 15:19 Uhr

Mit dem Turniersieg in der Tasche gehen die Grimmaer nun in die Vorbereitung auf die Rückrunde der Sachsenliga. 

mehr