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Landesgartenschau - Markkleeberg will zweiten Anlauf wagen

Landesgartenschau - Markkleeberg will zweiten Anlauf wagen

Die Stadt Markkleeberg will sich um die Austragung der 8. Landesgartenschau 2019 bewerben. Das teilte Oberbürgermeister Karsten Schütze (SPD) mit. Die Entscheidung trifft nächste Woche Mittwoch der Stadtrat.

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Nach den Vorstellungen der Stadtverwaltung Markkleeberg soll sich das Kerngebiet der Landesgartenschau vom Rathausplatz über die Mönchereistraße und die Möncherei bis zu den alten Agra-Hallen in Markkleeberg-Ost als Band zwischen Agra und Seenlandschaft ziehen.

Quelle: André Kempner

Markkleeberg. Es wäre der zweite Versuch. Beim ersten Mal kamen die Markkleeberger 2011 nicht einmal in die Endrunde. Der Sieger, das erzgebirgische Oelsnitz, ist im nächsten Jahr Gastgeber der 7. Landesgartenschau.

"In Auswertung der Bewerbung um die Landesgartenschau 2015 sind wir von der Jury ausdrücklich ermutigt worden, einen zweiten Anlauf zu wagen. Andere Städte haben das ja auch schon getan und es zeigt, dass wir es wirklich ernst meinen", sagt Schütze. Voraussetzung sei natürlich das Votum des Stadtrates. Danach könne auf Basis des 2010 von Landschaftsarchitekt Dirk Seelemann erstellten Konzeptes das neue erarbeitet werden.

Wesentlicher Unterschied: "Das Kerngebiet muss neu definiert werden. Wir konzentrieren uns diesmal wirklich auf Entwicklungsflächen - ein Band vom Rathausplatz über die Mönchereistraße, die Möncherei bis hin zu den alten Agra-Hallen hinterm Auenplatz", erläutert Schütze. Vor vier Jahren war die Bewerbung unter anderem an diesem Punkt gescheitert. "Die Ausstellungsfläche auf dem Agra-Gelände war zu groß und der Entwicklungsbedarf im ohnehin grünen Parkareal nicht erkennbar", so der Rathauschef.

Negativ habe sich auch der zeitliche Druck ausgewirkt, den Alt-Oberbürgermeister Bernd Klose und seine Mitstreiter, darunter auch Schütze, damals bewusst aufgebaut hatten. Die Bewerbung war Mittel zum Zweck, um die von Markkleeberg favorisierte Tunnellösung für die B 2 in der Agra zeitnah durchzusetzen. Diesmal soll es anders laufen, die Bewerbung um die Landesgartenschau 2019 unabhängig von Baumaßnahmen vorangetrieben werden, versichert Schütze.

Zeitdruck gibt es aber wieder: Die Bewerbungsfrist läuft nur noch bis zum 30. März. "Wir haben erst abgewartet, ob sich Leipzig um die Bundesgartenschau 2025 bewirbt. Als Ende vergangenen Jahres klar war, dass Leipzig Nein sagen wird, haben wir mit den Vorbereitungen begonnen", erklärt Schütze. Sofern der Stadtrat nächste Woche zustimmt, müsse das neue Konzept im März in den Ausschüssen diskutiert und verabschiedet werden.

"Ich hoffe sehr, dass der Stadtrat die Bewerbung mitträgt. 2010 war Begeisterung in der ganzen Stadt und bis nach Leipzig hinein spürbar. Es wäre schön, wenn wir diesen Elan reaktivieren können", sagt Schütze. Er glaubt, dass Markkleeberg in vielerlei Hinsicht - Investitionen, Arbeitsplätze, Bekanntheitsgrad, Image, Identifikation der Bürger - profitieren könnte. "Ich denke, dass unsere Chancen diesmal ganz gut stehen, weil es an der Zeit ist, dass mal eine Landesgartenschau in die Region Leipzig kommt", so Schütze.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 17.01.2014
Ulrike Witt

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