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Markkleeberg Landeskirche gibt sechsstelligen Betrag für Ausbau der Fahrradkirche Zöbigker
Region Markkleeberg Landeskirche gibt sechsstelligen Betrag für Ausbau der Fahrradkirche Zöbigker
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07:00 10.02.2017
So soll die Fahrradkirche in der Dorfstraße in Zöbigker spätestens im Jahr 2024 aussehen – ein vor Wind und Wetter geschützter Ort der Begegnung für Gläubige und Nichtgläubige. Quelle: André Kempner
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Markkleeberg

Eine überraschende und ausgesprochen gute Nachricht für die Fahrradkirche Zöbigker: Die sächsische Landeskirche hat für das Projekt in der Dorfstraße eine sechsstellige Zuwendung für die Jahre 2017/18 bewilligt. Die Bauarbeiten sollen im Frühjahr beginnen. Voraussetzung ist, dass es der Martin-Luther-Kirchgemeinde und der AG Fahrradkirche schnell gelingt, Spenden in Höhe von 92 000 Euro einzutreiben.

„Wir möchten in diesem und im nächstem Jahr zwischen 350 000 und 400 000 Euro verbauen. Wie viel genau hängt vom Spendenaufkommen ab“, erklärt AG-Vorsitzender Aaron Büchel-Bernhardt. Im ersten Bauabschnitt sollen das Dach, die innenliegende Dachentwässerung, der Turmtisch und die Bodenbeläge realisiert werden.Vielleicht auch noch auf der Südseite eine behindertengerechte öffentliche Toilette eingebaut werden.

„Der Dachstuhl und der Turm werden als selbsttragender Neubau in die schon sanierten Grundmauern gestellt. Beides wird auf mit Betonfundamenten massiv im Boden verankerten Holzpfeilern stehen“, erläutert Büchel-Bernhardt. Bis der Turm in voller Größe errichtet wird, werde allerdings noch einige Zeit vergehen.

„Jetzt geht es erst einmal um den Turmtisch, damit in dem Bereich kein Wasser mehr eindringen kann“, sagt Büchel-Bernhardt. Rechts und links werde das Dach als durchscheinende Kunststoffmembran aufgebracht. So könne der bewusst nicht verputzte Innenraum vor Wind und Wetter und letztlich die gesamte, 1942 wegen eines technischen Defektes am Orgelmotor ausgebrannte Dorfkirche vor dem Verfall gerettet werden.

„Dass die Landeskirche mehr als die Hälfte der jetzt geplanten Bausumme dazu gibt, war eine echte Überraschung“, betont Büchel-Bernhardt. Angesichts rückläufiger Steuereinnahmen sei klar, dass die Kirche in den nächsten zehn Jahren drastisch sparen, sich vom ein oder anderen Objekt und Personal trennen muss. „In eine Kirchenruine zu investieren, ist da alles andere als selbstverständlich. Wir empfinden die Zuwendung als starken Rückenwind für unser bürgerschaftliches Engagement“, sagt Büchel-Bernhardt. Immerhin wurden seit dem Projektstart 2006 schon 280 000 Euro in die Sicherung der Ruine und die Einfriedung samt historischem Tor gesteckt. Rund 119 000 Eruo waren Fördermittel, der große Rest Spenden.

Großes Ziel aller Beteiligten ist es, dass die Fahrradkirche 2024 zum 300-jährigen Bestehen der Kees’schen Kirche als Ort der Ruhe und Begegnung im Tourismusgebiet Cospudener See baulich hergestellt ist. „Es soll eine verlässlich offene Kirche sein. Das war immer unser Anliegen“, sagt Büchel-Bernhardt. Rund 1000 Besucher kämen schon jetzt jährlich zu den Veranstaltungen. 2017 soll die Fahrradkirche nun erstmals zusätzlich an 57 Tagen ohne Programm offenstehen.

Jetzt gilt es aber erst mal die Spendentrommel zu rühren, damit im Mai der Bau weitergehen kann. Privatleute, Firmen und Institutionen in ganz Deutschland erhalten in diesen Tagen Post aus Zöbigker. „Und vielleicht bekommen wir im Mai auch noch Denkmalmittel vom Kreis“, verrät der AG-Vorsitzende.

Von Ulrike Witt

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