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Markkleeberg Landeskirche verkauft nicht
Region Markkleeberg Landeskirche verkauft nicht
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07:00 09.11.2017
Den nördlichen Teil des Gaschwitzer Friedhofs mit der Trauerhalle und Kriegsgräbern wollte die Stadt Markkleeberg kaufen und als Parkanlage erhalten. Quelle: Armin Kühne
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Markkleeberg

Die Zukunft des Gaschwitzer Friedhofs ist wieder offen. Das evangelische Landeskirchenamt hat den Verkauf des nördlichen Teils an die Stadt Markkleeberg abgelehnt. Das teilte Oberbürgermeister Karsten Schütze (SPD) jetzt mit.

Wie berichtet, hatten sich die Kirchgemeinde Großstädteln-Großdeuben und die Stadt Anfang des Jahres darauf geeinigt, dass der südwestliche Teil des Friedhofs mit Zweitbelegungsrecht weiterbetrieben, der nördliche mit Trauerhalle und Kriegsgräbern als Parkanlage umgewidmet und im Eigentum der Kommune erhalten wird. Diese Pläne sind nun erst mal hinfällig.

Vor drei Jahren hatte Pfarrerin Kathrin Bickhardt-Schulz den Friedhof kurzfristig und für viele völlig überraschend schließen wollen. Der Grund: Der klammen Kirchgemeinde fehlte es, wie vielen in Sachsen, an Geld für Unterhalt und Pflege. In der Bürgerschaft regte sich heftiger Protest, das Rathaus bot Hilfe an. Mehr als zwei Jahre wurde verhandelt. Nun muss eine neue Lösung her. Denn an der Situation hat sich nichts geändert. Auch wenn der Kirchenvorstand inzwischen an einem Konzept für neue Bestattungsformen arbeitet.

„Der Verkauf eines kirchlichen Friedhofs ist ein Präzedenzfall. So etwas hat es in Sachsen noch nicht gegeben“, erklärte Schütze das zähe Ringen aller Beteiligten. Ende November ist nun der nächste Gesprächstermin mit Pfarrerin Bickhardt-Schulz im Rathaus geplant.

Von Ulrike Witt

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