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Markkleeberg Langfinger demolieren erneut Milchautomaten
Region Markkleeberg Langfinger demolieren erneut Milchautomaten
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15:05 06.03.2018
Diebe brachen jetzt zum dritten Mal den Milchautomaten vor dem Marktkauf auf. Quelle: André Kempner
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Markkleeberg

Seit November können die Markkleeberger vor dem Marktkauf in der Städtelner Straße rund um die Uhr frische Milch fast frisch aus dem Stall und direkt vom Erzeuger tanken. Das Angebot wird rege genutzt, rund 130 Liter werden täglich am Automaten der Agrarprodukte Kitzen gezapft - sofern er nicht wieder durch dreiste Diebe zerstört worden ist.

Denn nicht nur das gesunde Lebensmittel verlockt, sondern auch das Kleingeld, mit dem die Kunden den Automaten gefüttert haben. Bis auf Weiteres müsse er geschlossen bleiben, informierte die Genossenschaft am Dienstag via Facebook. Schon dreimal wurde er seit der Inbetriebnahme aufgebrochen. Kurz vor Weihnachten haben Marktkauf-Mitarbeiterinnen die Diebe sogar gegen 5 Uhr morgens beobachtet, die haben sich jedoch nicht stören lassen. Im Februar wurde der Automat erneut geknackt, am letzen Wochenende von Freitag auf Samstag fand der letzte Einbruch statt.

„Es sind wohl immer die Gleichen“, vermutet Agrarprodukte-Geschäftsführer Thomas Rößner. Dabei sei die Beute gering, der verursachte Sachschaden jedoch erheblich. 40 000 Euro schlagen für das Aufstellen eines neuen Automaten zu Buche. Die drei Einbrüche haben schon Kosten von insgesamt 3 500 Euro verursacht. „Bevor dieser Automat wieder in Betrieb geht, wollen wir nachrüsten“, kündet Rößner an. Es würden Sicherheitsbügel installiert, die das Einbrechen erschwerten. Außerdem werde eine Kamera angebracht.

Ein kleines Schild weist auf den Defekt hin Quelle: Kempner

Wenn das nicht abschrecke, müsse man sich Gedanken machen, ob sich die Reparaturen auf Dauer lohnten und man den Standort halten könne. Fünf Frischmilch- sowie zwei Rohmilchautomaten stehen bereits in der Region, in Schkeuditz, Gohlis-Süd, Reudnitz, Großzschocher und Kitzen. Die Nachfrage ruft nach einem größeren Angebot. „Geld einwerfen, Milch zapfen, fertig!“ liegt im Trend. Deshalb wird heute ein weiterer Automat im Sachsenpark eröffnet.

An keinem anderen Standort gebe es Probleme mit Vandalismus oder Diebstahl, betont Rößner. Er bittet die Bevölkerung, die Augen aufzuhalten und fragt: „Wer prahlt möglicherweise mit dem Diebstahl oder kauft plötzlich mit viel Münzgeld ein?“ Wer über Facebook oder die Kontaktdaten der Webseite Hinweise liefert, die zu den Tätern führen, darf sich über 500 Euro Belohnung freuen.

Als erstes Unternehmen im Landkreis hatte die Genossenschaft einen Rohmilchautomaten in Kitzen eröffnet. Dort zapfen Anwohner und Besucher seit langem ihre Milch mit Begeisterung, statt sie aus dem Supermarkt mitzubringen. Der Ansturm war von Beginn an unerwartet groß. Statt der erwarteten 30 Liter gehen dort pro Tag etwa 100 Liter Milch an die Kundschaft. Der Preis für einen Liter Milch beträgt hier einen Euro.

www.agrarprodukte-kitzen.de

Von Gislinde Redepenning

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