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Lantzsch fordert Feuerwehrabgabe zugunsten besserer Ausrüstung

Auszeichnungsveranstaltung in Großpösna Lantzsch fordert Feuerwehrabgabe zugunsten besserer Ausrüstung

Unter dem Motto „Retten und Helfen ist Ehrensache“ fand der Feuerwehr- und Helfertag 2017 dieses Mal in Großpösna statt. Dabei erlebten die Gäste im Rittergut nicht nur eine schmuck herausgeputzte und voll besetzte Sporthalle, sondern hörten auch klare Worte von Bürgermeisterin Gabriela Lantzsch (parteilos).

Bei der Ehrung: Kreisbrandmeister Nils Adam, Landrat Henry Graichen, Rainer Walther (FFW Markkleeberg), Christoph Straube (FFW Zwenkau), Udo Krenek (FFW Großpösna) und Bürgermeisterin Gabriela Lantzsch (von links).

Quelle: Kempner

GROSSPÖSNA. Als Gastgeber des Feuerwehr- und Helfertages 2017 hatte Großpösna für den festlichen Rahmen für diese unter dem Motto „Retten und Helfen ist Ehrensache“ stehende Veranstaltung gesorgt. Dabei erlebten die Gäste im Rittergut nicht nur eine schmuck herausgeputzte und voll besetzte Sporthalle des Bürger- und Vereinshauses, sondern hörten auch klare Worte von Gabriela Lantzsch (parteilos). Für die musikalische Umrahmung sorgte das Blasorchester der Feuerwehr Frohburg.

„So richten wir unsere Sporthalle ansonsten nur zum alljährlichen Rittergutsball her“, gab Bürgermeisterin Lantzsch zu. Zunächst ging sie in einer kurzen Laudatio auf einen der verdienstvollen Kameraden ein, der später das Steckkreuz des Kreisfeuerwehrverbandes bekommen sollte. Udo Krenek, der 2016 nach 30 Jahren als Ortswehrleiter in Großpösna den Staffelstab an die jüngere Generation weitergab, ist noch als Gemeindewehrleiter aktiv. Sie lobte ihn als Aufbauer, Stützer, Organisator und Motivator, der auf die Früchte seiner Arbeit stolz sein dürfe.

Lantzsch kritisierte die aktuellen Rahmenbedingungen für die Arbeit der Helfer und retter und plädierte deshalb für die Wiedereinführung der Feuerwehrabgabe. Das ist ein Kommunalabgabe, die zu zahlen hatte, wer nicht der Freiwilligen Feuerwehr angehörte. „Das würde uns nicht nur eine gute, sondern die bestmögliche Ausstattung sichern“, meinte sie. Außerdem regte sie an, die Ausbildung an der Landesfeuerwehrschule in Elsterheide zu optimieren und Wartezeiten auf Lehrgänge zu verkürzen sowie, als Anreiz, auf Landesebene eine materielle Anerkennung für den aktiven Dienst zu schaffen.

Ehrenzeichen und Urkunden, Blumengrüße und edle Tropfen warteten auf viele Ehrenamtliche. Weit mehr als einhundert Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren wurden für ihre 25- und 40-jährigen Dienstjubiläen ausgezeichnet. Zehn und 25 Jahre ehrenamtliche Tätigkeit im Katastrophenschutz wurden ebenso gewürdigt, wie besondere Leistungen, für die es die Ehrennadel des Landkreises Leipzig gab. Über die freute sich Rainer Walther, 1. Vorsitzender des Fördervereins der Freiwilligen Feuerwehr Markkleeberg-West, für den Auszeichnungen nichts Neues sind. Bekam er doch 2013, damals als Stadtwehrleiter, von Staatsminister Markus Ulbig das Feuerwehr-Ehrenzeichen in Gold.

Am Freitag war es immerhin Landrat Henry Graichen, der ihm die Hand schüttelte. „Sie sind sich nicht selbst der Nächste. Sie sind da, wenn es im wahrsten Sinne des Wortes, brennt“, betonte er in seiner Ansprache in Richtung der Floriansjünger. Im Landkreis seien derzeit 3339 aktive Mitglieder in den Feuerwehren, 1319 in den Jugendfeuerwehren, 630 im Katastrophenschutz und 41 im Bereich der Notfallseelsorge und Krisenintervention ehrenamtlich und breit gefächert engagiert. Sie können innerhalb weniger Minuten nahezu jeden Winkel des Landkreises erreichen, um mit hoher Professionalität Hilfe zu leisten, obwohl die Anforderungen immer komplexer werden.

Von Gislinde Redepenning

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