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Leipziger Investruine kommt weg

Leipziger Investruine kommt weg

Großpösna. Mit einer Leipziger Altlast im Oberholz will die Gemeinde Großpösna im nächsten Jahr aufräumen. Die Bauruine einer Gaststätte am Botanischen Garten soll verschwinden.

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Da helfen auch keine Rankgewächse: Der Schandfleck des früheren Leipziger ABM-Betriebes im Botanischen Garten soll bald abgerissen werden.

Quelle: André Kempner

Dies und mehr entschieden die Räte diese Woche bei ihrer Gemeinderatssitzung.

"Wir können es nicht zu Ende bauen und Leipzig wird es auch nicht tun", umriss Bürgermeisterin Gabriela Lantzsch (parteilos) zu Beginn des Tagesordnungspunktes die Problemlage. Gemeint ist der Rohbau einer Gaststätte, die zu Zeiten der Leipziger ABM-Firma von Matthias von Hermanni auf dem Gelände des Botanischen Gartens für Arznei- und Gewürzpflanzen entstehen sollte. Das Projekt wurde nie zu Ende geführt, blieb im Rohbau stecken. Das sei etwa 13 Jahre her, meinte Lantzsch.

Die Gemeinde habe lange beraten, was damit zu tun sei. Rund 100 000 Euro würde es kosten, nur einen Teil des Gebäudes zu bedachen und damit später einmal nutzen zu können. Allerdings müsse dafür auch noch der Rohbau saniert werden. Die Kosten dafür seien ungewiss. Da auch das Fundament durch die vielen Winter komplett verfroren sei, lohne es sich nicht mal, davon einen Teil für eine spätere Nutzung stehen zu lassen.

Auch Leipzig habe nichts gegen den Abriss, sagte Lantzsch. 90 Prozent der Maßnahme könnten gefördert werden, rund 35 000 Euro blieben für Großpösna zu zahlen. Die Gemeinde müsse aber jetzt die Förderung beantragen.

"Ich empfinde es als Skandal, dass wir mit Fördermitteln abreißen, was einmal mit Fördergeldern gebaut wurde", empörte sich Handwerksmeister und Gemeinderat Heinz Schreiber (FDP). Mit den 35 000 Euro könne woanders viel Gutes getan werden. Eine Lösung für die Investruine hatte er allerdings auch nicht.

Aus Sicht der Gemeinde gibt es auch keine. "Wir brauchen diese riesige Gaststätte dort nicht", erwiderte Lantzsch. Auch das Forstamt benötige für die geplante Waldschule im Oberholz nicht so ein großes Gebäude, eher eine kleine Blockhütte. Und die Fördermittel gebe es nun mal nur für den Abriss, nicht für etwas anderes. Am Ende stimmten alle dem Rückbau zu.

 

 

Weitere Beschlüsse:

Im Anschluss an die Sanierung von Brau- und Hellerteich soll im nächsten die daran liegende Teichstraße ausgebaut und die Straßenbeleuchtung erneuert werden. Einstimmig votierten die Räte für das 275 000-Euro-Projekt, für das 186 700 Euro Fördermittel aus dem ILE-Programm, des Freistaat eingeworben werden sollen.

 

 

Mit 20 000 Euro bezuschusst die Gemeinde den Bau eines Trauerraumes im Kirchgemeindehaus. Die Leichenhalle der Gemeinde sei zu klein, dort sei kaum Platz für einen Stuhl zum Abschied nehmen, hieß es. Der künftige Trauerraum werde auch für alle weltlichen Bestattungen zur Verfügung stehen, kündigte Lantzsch an.

 

 

Die Betriebskosten für die sechs Kitas der Gemeinde steigen im nächsten Jahr auf rund 1,84 Millionen Euro. Das seien 67 000 Euro mehr als noch 2013, erklärte Hauptamtsleiter Daniel Strobel. Hauptgrund sei, dass nun alle Plätze voll belegt seien. Den Löwenanteil der Kosten trägt mit 750 000 Euro die Gemeinde. Der Freistaat gibt 615 000 Euro dazu, der Anteil der Eltern über die Kita-Gebühren erbringt 474 000 Euro.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 19.12.2013
Jörg ter Vehn

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