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Leipziger Neuseenland setzt große Hoffnungen auf Thüringen

Werbekampagne Leipziger Neuseenland setzt große Hoffnungen auf Thüringen

Kinospot, Online-Marketing, Tourist-Information und die Tippel-Tappel-Tour über die Messen: Mit allerlei Aktivitäten macht der Tourismusverein Leipziger Neuseenland die Region bekannt. In diesem Jahr sollen Gäste vor allem aus Thüringen kommen.

Sabine Pfeiffer (63) berät Kundin Jacqueline Köhler (26) in der Tourismus-Info in Markkleeberg über das Leipziger Neuseenland.
 

Quelle: Kempner

Zwenkau/Markkleeberg.  Kinospot, Online-Marketing, Tourist-Information und die Tippel-Tappel-Tour über die Messen: Mit allerlei Aktivitäten macht der Tourismusverein Leipziger Neuseenland die Region bekannt. In diesem Jahr sollen Gäste vor allem aus Thüringen kommen.

Dort soll der im Vorjahr gedrehte, 47-sekündige Werbespot der „Leipzig Region“ von Mai bis Juli intensiv in den Kinos laufen, mit Radiowerbung und Plakaten flankiert neugierig machen aufs Neuseenland. Die Ergebnisse, also die Besuche aus dem Zielgebiet, würden dann für künftige Kampagnen ausgewertet, erläuterte Geschäftsführerin Sandra Brandt am Donnerstagabend auf der Mitgliederversammlung des Vereins im Restaurant Tara am Zwenkauer See.

Geschäftsbericht, Kassenprüfung, Entlastung des Vorstands – alles verlief unaufgeregt und reibungslos. Einstimmig wurde auch der Haushalt 2016 verabschiedet, auch wenn die Vereinsvorsitzende Gabriela Lantzsch einen tieferen Griff in die in den Vorjahren auf 85 000 Euro angesparte Rücklage ankündigte.

Das Vertrauen in die Vereinsspitze ist spürbar groß. Kein Wunder bei einem Plus bei den Übernachtungen von 2003 auf 2014 von 65 Prozent, bei 6,7 Millionen Tagesgästen im Neuseenland im Jahre 2014 und bei einem Bruttoumsatz am touristischen Gesamtmarkt im selben Jahr von rund 294 Millionen Euro.

Mit der Eröffnung der neuen Tourist-Info in Markkleeberg im vorigen Jahr habe der Verein ebenfalls etwas richtig gemacht, sagte Lantzsch und dankte der Stadt Markleeberg auch für ihre finanzielle Unterstützung dabei. Aktuell wartet sie gespannt auf die Ergebnisse einer Studie, wie der öffentliche Personennahverkehr im Südraum verbessert werden kann. Eine Vorstellung dazu war vorgesehen bei der Sitzung, das zuständige Büro habe aber um Aufschub gebeten, hieß es. Der Punkt wurde abgesetzt.

Viel vor hat der Verein in diesem Jahr. Die Messe-Auftritte in Berlin (2x), Dresden und Wien seien im Wesentlichen schon durch, so Brandt. Sie kündigte eine Überarbeitung und Neuauflage diverser Broschüren vom Angebotsflyer Bergbautradition über das Gastgeberverzeichnis und den Wanderflyer bis zu einem Wohnmobilführer an. Cospudener und Zwenkauer See würden zudem in einem Flyer schon vereint dargestellt, erzählte sie – auch wenn bekanntlich die Schleuse der Tagebausanierer noch Jahre brauchen wird. Lantzsch erläuterte zudem, die Seenanlieger würden sich gerade Gedanken machen, wie sie Boote von Gästen auf allen Seen erlaubbar machen könnten. Dazu würden unter anderem die verschiedenen Mastergenehmigungen übereinander gelegt und verglichen. Wie berichtet, krankt die Entwicklung an den Gewässern aktuell am Freistaat, der für die Erklärung der Fertigstellung der Seen inzwischen schon Jahre braucht. Dabei sind die Seen eröffnet. Boote mit Motorantrieb sind jedoch nur per Mastergenehmigung zugelassen - für jeden See einzeln.

Bergbau-Technik-Park und die Kohlebahn in Meuselwitz sollen angeschlossen werden an die „Kohle-, Dampf-, Licht- Radroute“, kündigte Brandt an. Der Verein werde sich an einer Konzeption dafür beteiligen. Erneuert werden sollen in diesem Jahr auch die Schilder der Neuseenlandradroute. Der Verein wolle zudem alle Kommunen ermuntern, sich an der „Stadtvisite“ zu beteiligen. Dabei schaue ein Prüfer unangemeldet vorbei, untersuche aus Gästesicht das Angebot der jeweiligen Kommune, sagte sie.

Von Jörg ter Vehn

Markkleeberg 51.274868 12.366457
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