Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Markkleeberg Leipziger Unternehmer saniert Zwenkauer Kaufhaus
Region Markkleeberg Leipziger Unternehmer saniert Zwenkauer Kaufhaus
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:10 19.05.2015

"Mich reizte die Anlehnung an den Bauhausstil", so Bolmerg. Dass der Hauseigentümer, die Konsum-Genossenschaft Leipzig sich gerade entschlossen hatte, das Gebäude zu veräußern, traf sich gut.

Mehr noch: Für Zwenkau ist Bolmerg ein Glücksfall. Er rettet das stadtbildprägende Gebäude, das direkt an der Einfallstraße zum Zwenkauer See steht und damit auch ein Aushängeschild ist, vor dem Verfall. Seit Ende August ist das Haus eingerüstet, haben die Bauleute in allen drei Etagen das Sagen. Und die müssen sich sputen. Anfang Dezember soll als erstes die im Sommer vorübergehend geschlossene Konsum-Filiale wieder ins Erdgeschoss einziehen. Vorstandssprecherin Petra Schuhmann hat sich diese Woche mit Verkaufsleiter Marcel Bork auf der Baustelle in Zwenkau umgeschaut.

"Wir werden als Mieter auf 350 Quadratmetern einen kleinen, an Frische orientierten Supermarkt entsprechend unserer Qualitätsstrategie Leben und Genießen eröffnen", verkündete Schumann. Das Angebot soll rund 5000 SB-Artikel umfassen, darunter Obst, Gemüse, Molkereiwaren, Fleisch und Wurst sowie einen speziellen Weinbereich, vergleichbar mit der Filiale in der Universitätsstraße in Leipzig. Einziger Unterschied: Als Untermieter wurde in Zwenkau Erntebrot gewonnen. In Summe werden sieben Mitarbeiter in dem Geschäft arbeiten. Das alte Team und zwei neue Kollegen.

Schumann ist froh über die Lösung. "Nach der Wende mussten wir das Kaufhaus notgedrungen vom damaligen Kreis übernehmen. Wir haben lange überlegt, wie es mit dem Grundstück weitergehen kann", erzählte sie beim Vor-Ort-Termin. Kerngeschäft des Konsums sei ja nun mal der Einzelhandel und nicht das Immobiliengeschäft.

Gebaut wird in diesen Tagen unter Hochdruck und das nicht nur im Erdgeschoss. In die beiden oberen Etagen kommen insgesamt fünf Zwei-, Drei- und Vierraumwohnungen mit moderner Ausstattung und Terrasse, drei ins Obergeschoss (70, 115 und 134 Quadratmeter), zwei ins Dachgeschoss (87 und 100 Quadratmeter). Im Frühjahr können die neuen Mieter in das Niedrigenergiehaus einziehen. Bis dahin werden im Hof noch Stellplätze, zehn davon für Konsum-Kunden, entstehen. Eigentümer ist die Bolmerg-Hammerschmidt GbR, Bauträger die Wincon-Immobilien, Inhaber und Geschäftsführer in beiden Fällen Dirk Bolmerg.

Herausforderung dabei: "In den Sechzigerjahren wurden massive Eingriffe an dem Gebäude vorgenommen. Die mussten inklusive des alten Lastenaufzugs und des Turmes komplett zurückgebaut werden, um die ursprüngliche Fassade wiederherzustellen", berichtete Bolmerg. Dabei hatte der Konsum vor Jahren schon eine alte Bäckerei auf der Hofseite abreißen lassen. "Wir nehmen rund 1,5 Millionen Euro in die Hand", erklärte der Bauherr.

Und dabei müsse es nicht bleiben. "Zwenkau hat Potenzial, der See entwickelt sich. Ich bin mir sicher, dass Investitionen hier Früchte tragen", meinte Bolmerg. Langfristig könne er sich auch eine Lückenbebauung zur Bahnhofstraße vorstellen, "sofern die Grundstückseigentümer zustimmen." Mit dieser Variante liebäugelt Bürgermeister Holger Schulz (CDU). Die mit dem Abriss des Gasthofs "Zum Adler" entstandene Brache an der Leipziger Straße ist dem Rathauschef schon lange ein Dorn im Auge. "Ich habe auf jeden Fall Interesse, in Zwenkau mehr zu tun", sagte Bolmerg.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 22.11.2013
Ulrike Witt

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Großpösna. "Es wird nicht einfacher." Mit diesen Worten leitete Kämmerin Rita Ackermann am Montagabend die Vorstellung des Haushaltes mit den geplanten Investitionen für 2014 ein.

19.05.2015

Konstantin Hierl hat Großes vor: Der 17-jährige Markkleeberger will 2014 ein sehr gutes Abitur am Rudolf-Hildebrand-Gymnasium ablegen und bei der bilingualen Geographie-Weltolympiade in Krakau auf dem Treppchen stehen.

19.05.2015

Für den Harthkanal zwischen Zwenkauer und Cospudener See stehen die Zeichen auf Grün. Für die andere Gewässerverbindung zum Südraum, die so genannte Wasserschlange von der Pleiße zum Markkleeberger See, ist derzeit die Finanzierung unklar.

19.05.2015
Anzeige