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Markkleeberg Leipzigs einziger Pop-Kantor
Region Markkleeberg Leipzigs einziger Pop-Kantor
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08:00 26.10.2017
Musik, die Menschen gut tut: Pop-Kantor Maik Gosdzinski. Quelle: Armin Kühne
Grosspösna/Leipzig

Er versteht sich als Pop-Kantor, auch wenn die Landeskirche den Begriff gar nicht gerne sieht, und ist weit und breit der einzige seiner Art: Mit Maik Gosdzinski haben die Kirchen rund um Großpösna seit fast zehn Jahren ein musikalisches Schwergewicht mit leichter Stimme an den Tasten sitzen.

Dabei mache die Arbeit als Kantor in den vier Kirchen nur einen Teil seines Wirkens aus, erzählt der 36-Jährige. Wie so viele Kirchenmusiker hat auch er nur eine Teilstelle, bei ihm sind es 30 Prozent. Kein Wunder also, dass der studierte Kirchenmusiker mit dem Schwerpunkt Popularmusik auf vielen Hochzeiten tanzt – in seinem Fall musiziert. Solo, als Duo oder auch mit dem Chor „Gospel-Changes“, den er seit 2013 leitet, konzertiert Maik Gosdzinski überall.

Der Gospel-Chor liege ihm besonders am Herzen, erzählt er. Auftritte hatten sie bei den Classic Open, beim ZDF-Morgenmagazin, zur Eröffnung des Katholikentages oder kürzlich in der Quedlinburger Kirche – rund 30 Konzerte gebe es mit „Gospel Changes“ jedes Jahr, ist er froh.

Daneben organisiert Maik Gosdzinski vorwiegend Gospel-Workshops. Im Winter gebe es wieder einen im Kloster St. Marienthal in Ostritz nahe Tschechien, plaudert er. Größtes Projekt sei jedoch eine Gospel-Tour im nächsten Oktober nach Südafrika mit Joakim Arenius. Der Schwede gilt als Superstar der europäischen Gospelszene. Mit ihm zusammen und Maiks Duo-Partnerin Therese Galetzka soll die Reise zu den Quellen des Gospels führen – wenn alles klappt, sei sogar ein Treffen mit dem berühmten Soveto Gospel Choir möglich, hofft er.

Eine Nummer kleiner, aber musikalisch nicht weniger wertvoll, war vor Kurzem das Gastspiel mit seinen Freunden Ruthild Wilson und Helmut Jost, die bundesweit in der Szene vornan stehen. Gemeinsame Proben und Konzerte in Grimma und Leipzig standen an. „Für mich als Chorleiter war das auch eine gute Weiterbildung“, sagt er froh. Er habe von den beiden viel abgucken können.

Ehrensache, dass die Freunde Jost und Wilson auch bei einem Gottesdienst in Seifertshain mitmachten. Godszinski als Pop-Kantor freute sich. Als solcher wolle er etwas in die Kirche tragen, was den Menschen gut tut und sie anspricht. „Das ist nicht nur das ernste Orgelspiel. Das ist auch gute Popularmusik“, lautet sein Credo. Gospel eigne sich dafür besonders gut. Beweis gefällig? „An dem Tag mit Jost und Wilson hatten wir dreimal so viele Besucher wie sonst an einem Sonntag in der Kirche“, erzählt Gosdzinski.

Von Jörg ter Vehn

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